28.11.2018 um 19:00 Uhr
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Ursula Krechel: „Geisterbahn“ – Lesung und Gespräch

Ursula Krechel: „Geisterbahn“ – Lesung und Gespräch

Ursula Krechel: „Geisterbahn“

Lesung und Gespräch

Mittwoch, 28. November 2018
19:00 Uhr

Abtei Neumünster

In deutscher Sprache

Eintritt 10 € | 5 € | 1,50 € (Kulturpass)

Tickets: www.neimenster.lu

+352 26 20 52-444

 

Die Autorin Ursula Krechel ist zu Gast am Institut Pierre Werner und wird aus ihrem Roman „Geisterbahn (Jung und Jung, 2018) lesen. Im Anschluss an die Lesung unterhält sie sich mit Germaine Goetzinger.

Fast ein Jahrhundert umspannt der Bogen dieses Romans, mit dem Ursula Krechel fortsetzt, was sie, vielfach ausgezeichnet und gefeiert, mit „Shanghai fern von wo“, und „Landgericht“ begonnen hat. „Geisterbahn“ erzählt die Geschichte einer deutschen Familie, der Dorns. Als Sinti sind sie infolge der mörderischen Politik des NS-Regimes organisierter Willkür ausgesetzt: Sterilisation, Verschleppung, Zwangsarbeit. Am Ende des Krieges, der weitgehend bruchlos in den Anfang der Bundesrepublik übergeht, haben sie den Großteil ihrer Familie, ihre Existenzgrundlage, jedes Vertrauen in Nachbarn und Institutionen verloren. Anna, das jüngste der Kinder, sitzt mit anderen Kindern in einer Klasse. Wer wie überlebt hat, aus Zufall oder durch Geschick, danach fragt keiner. Sie teilen vieles, nur nicht die Geister der Vergangenheit. Mit großer Kunstfertigkeit und sprachlicher Eleganz erzählt Ursula Krechel davon, wie sich Geschichte, auch die des Großherzogtums Luxemburg während der deutschen Besatzung, wo sich ein nicht unerheblicher Teil des Romans abspielt, in den Brüchen und Verheerungen spiegelt, die den Lebensgeschichten einzelner eingeschrieben sind. Auf einzigartige Weise schafft sie eine atmosphärische Dichte, in der vermeintlich Vergangenes auf bewegende und bedrängende Weise gegenwärtig wird.

Pressestimmen

„Wuchtig, grausam und soghaft erzählt Ursula Krechel in ihrem Roman „Geisterbahn“ von einer Sinti-Familie, die unter dem Terror der Nazis zerbricht.“ (Ingeborg Harms, Die Zeit)

„Hochverdichtete Prosa, hinter der immer wieder die Lyrikerin zu erkennen ist: Ursula Krechel setzt mit „Geisterbahn“ den fulminanten Schlusspunkt ihrer Romantrilogie zur deutschen Kriegs- und Nachkriegsvergangenheit.“ (Andreas Platthaus, faz)

Das komplette Video zur Veranstaltung finden Sie hier:

Neugierig geworden?

Hier finden Sie eine Leseprobe.

Weitere Titel von Ursula Krechel, wie zum Beispiel „Landgericht“, finden Sie kostenlos in der Onleihe des Goethe-Instituts. Wie Sie sich dafür anmelden können, erfahren Sie hier (gilt auch für Luxemburg).

 

 

 

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit dem Centre National de Littérature

mit der Unterstützung von neimënster.

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