Nicolas Offenstadt

Nicolas Offenstadt

Nicolas Offenstadt, geboren 1967 in Suresnes, ist ein habilitierter Historiker an der Universität Paris 1 (Panthéon-Sorbonne). Seine zuletzt erschienenen Werke über die DDR („Le pays disparu: Sur les traces de la RDA“, Stock 2018, Gallimard 2019 Taschenbuchausgabe und „Urbex RDA: L’Allemagne de l’Est racontée par ses lieux abandonnés“, Albin Michel 2019) erreichten in Frankreich und Deutschland ein großes mediales Echo.

Für „Le pays disparu“ begab sich Offenstadt 12 Jahre auf Spurensuche in der ehemaligen DDR. Er beschreibt darin nicht nur die Abwicklung der DDR auf politischer und wirtschaftlicher Ebene, sondern analysiert auch die Delegitimierung der Biografien vieler ehemaliger DDR-Bürger*innen. Von Oktober 2015 bis Juli 2017 hatte Offenstadt eine Gastprofessur an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) inne. Offenstadt ist zudem ein international anerkannter Spezialist der Kriegs- und Friedenspraktiken des Spätmittelalters und des Ersten Weltkriegs. Er nimmt regelmäßig in den größten französischen Medien Stellung, beispielsweise zur Rolle des Historikers zwischen Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit. Er gehört außerdem zu den Mitbegründern des „Aufsichtskomittées für den öffentlichen Umgang mit der Geschichte“, das sich gegen die Instrumentalisierung der Geschichte in Frankreich einsetzt.

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