Kamel Daoud

Kamel Daoud

 

Kamel Daoud, geboren 1970, ist ein algerischer Journalist, Schriftsteller und Kolumnist für „Le Point“, „Le Monde des Religions“ und „Le Quotidien d’Oran“. Diese ist die drittgrößte französischsprachige algerische Tageszeitung, bei der er lange Zeit Chefredakteur und in den letzten zwölf Jahren der meistgelesene Kolumnist in Algerien war. Seine Artikel werden regelmäßig in der französischen Presse veröffentlicht („Libération“, „Le Monde“, „Courrier international“…).

Sein Debütroman „Meursault, contre-enquête“ („Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung“, Kiwi), der in rund dreißig Sprachen übersetzt wurde, war weltweit ein großer Erfolg und wurde in die Auswahl für den Prix Goncourt und den Prix Renaudot aufgenommen, gewann den François-Mauriac-Preis und wurde 2015 mit dem Prix Goncourt du premier roman ausgezeichnet. Bei dem Buch handelt es sich um eine Antwort auf Albert Camus‘ „L’Etranger“ („Der Fremde“): Der Erzähler ist der Bruder des von Meursault getöteten „Arabers“. Im Jahr 2016 wurde Daoud mit dem Jean-Luc Lagardère-Preis als Journalist des Jahres ausgezeichnet. Außerdem erhielt er 2018 den französischen Mittelmeerpreis für seinen zweiten Roman „Zabor ou les psaumes“ („Zabor oder die Psalmen“, Kiwi) und 2019 den Preis der „Revue des deux Mondes“ für „Le peintre dévorant la femme“.

Seine Überlegungen beziehen sich auf Themen wie Freiheit, Anderssein, Glauben und Wahrheitssuche, aber auch auf die Möglichkeiten des Sprachverständnisses im Allgemeinen.

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