16.09.2019 um 19:00
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Antisemitismus heute. Begegnung mit Dr. Felix Klein

Antisemitismus heute. Begegnung mit Dr. Felix Klein

Antisemitismus heute.
Begegnung mit Dr. Felix Klein

 Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus

im Gespräch mit Laurent Moyse
Montag, 16. September 2019
19:00 Uhr

Abtei Neumünster

In deutscher Sprache

Eintritt frei

 

Antisemitismus, aber auch Diskriminierungen insgesamt nehmen zu und auch Luxemburg bleibt nicht davon verschont. „Luxemburg ist keine Insel“, wie es Bernard Gottlieb von der Arbeitsgruppe „Recherche et Information sur l’Antisémitisme au Luxembourg“ auf den Punkt bringt.

Hier finden sie 2 Beispiele:

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/international/antisemitismus-bleibt-ein-problem-in-der-europaeischen-union-umfrage-beschaeftigt-sich-mit-wahrnehmung-der-eu-buerger/

https://www.rtl.lu/news/national/a/1244071.html

Umso wichtiger ist es, dass Luxemburg auch auf internationaler Ebene seine Verantwortung übernimmt. Das Land ist seit 2003 Mitglied der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA), und hat seit Anfang März 2019 erstmals deren Vorsitz inne. Botschafter Georges Santer, Chef der Luxemburger Delegation bei der IHRA sieht in den wachsenden sozialen Ungleichheiten und der daraus resultierenden Verunsicherung der Menschen einen Grund für die Diskriminierung von Minderheiten und die Zunahme von Antisemtismus. Aufgabe der IHRA sei es daher, die Erinnerungen an den Holocaust aufrechtzuerhalten und über Konsequenzen und Auswirkungen aufzuklären.

Hier können Sie das ganze Interview nachlesen.

In diesem Sinne fordert auch Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, ein konsequentes Vorgehen gegen den wachsenden Antisemitismus. Er sieht sich selbst als „Frühwarnsystem“, was er in einem Interview mit dem WDR 5 erklärt. Auch im folgendem Portrait macht er deutlich, wie wichtig es ist, über jüdische Kultur als integraler Bestandteil deutscher Kultur zu sprechen und dafür einzustehen.

Dr. Felix Klein ist ein auf Völkerrecht spezialisierter deutscher Jurist und Diplomat. Seit März 2014 war er als Sonderbeauftragter für Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen im Auswärtigen Amt tätig. Im April 2017 kamen Experten und Politiker zu dem Schluss, dass es der Bevölkerung an Einsicht für das Problem des Antisemitismus fehle. Als im Januar 2018 die Einführung der Position eines Antisemitismus-Beauftragten verabschiedet wurde, schlug der Zentralrat der Juden Felix Klein vor. Er hat das Amt seit 2018 im Bundesinnenministerium inne.

Der luxemburgische Journalist und Autor Laurent Moyse studierte Wirtschaftswissenschaften in Straßburg und Journalismus in Brüssel. Er begann zunächst beim Tageblatt und wechselte 1999 zum Luxemburger Wort. Im Jahre 2002 wurde er Chefredakteur der Tageszeitung La Voix du Luxembourg. Seit elf Jahren ist Moyse freischaffender Journalist. Weiterhin ist er Autor zahlreicher Essays, Vorträge und Radiosendungen zu Politik, Wirtschaft, Geschichte und Kultur in Luxemburg. Darüberhinaus ist er Gründungsmitglied des Comité Auschwitz (1991), seit 2015 Vorsitzender der Fondation Oppenheimer und aktuell Vize-Präsident des Comité pour la mémoire de la Deuxième Guerre mondiale.

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) und der Deutschen Botschaft in Luxemburg

Mit Unterstützung von neimënster

français - kontakt - impressum