17.11.2011 um 18.00

Europäische Kommission, Bâtiment Jean Monnet, Salle M6, Luxembourg-Kirchberg

Nach dem arabischen Frühling: Wie kann die EU die Demokratie besser fördern?

Organisiert vom IPW in Zusammenarbeit mit der Polnischen Botschaft, der Vertretung der Europäischen Kommission in Luxemburg und des Informationsbüro des Europäischen Parlaments in Luxemburg
Nach dem arabischen Frühling: Wie kann die EU die Demokratie besser fördern?

Auf der Tagesordnung der Republik Polen steht die Initiierung der europäischen Stiftung für Demokratie („European Endowment for Democracy“), ein europäisches Äquivalent der National Endowment for Democracy.

In der Diskussion ging es um die Möglichkeiten der EU hinsichtlich der Unterstützung des Demokratieprozesses in den arabischen Ländern.

In einem Rundtischgespräch wurden die polnischen postkommunistischen Erfahrungen im Vergleich zu den rezenten arabischen und ganz besonders tunesischen Ereignissen diskutiert.

Teilnehmer:

Dr. Marcin Zaborowski, Präsident des polnischen Instituts für internationale Beziehungen

Dr. Muriel Asseburg, Leiterin der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin

Dr. Larbi Sadiki, Universität Exeter

Dr. Jérôme Heurtaux, Universität Paris-Dauphine.

Wolf von Leipzig, Auslandsredakteur des Luxemburger Wort, moderierte die Diskussionsrunde.

Muriel Asseburg forscht insbesondere über die Konflikte und Transformationsprozesse im Nahen- und Mittleren Osten sowie in Afrika. Ausserdem befasst sie sich in diesem Zusammenhang mit aussen- und sicherheitspolitischen Fragen. Nach ihrer Promotion über Palästina an der Ludwig-Maximilians-Universität in München wurde sie Programm- und stellvertretende Leiterin des Auslandsbüros der Friedrich-Ebert-Stiftung in Jerusalem. Zur Zeit ist sie Bereichsleiterin der Forschungsgruppe Naher/Mittlerer Osten und Afrika der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin.

Marcin Zaborowski ist Direktor des Polish Institute of International Affairs in Warschau. Zuvor leitete er das Transatlantische Programm des European Institute of Security Studies in Paris, an welchem er auch als Forschungsbeauftragter tätig war. Er war Leiter des Transatlantischen Programms des Center for International Relations in Warschau. Parallel zu seinen wissenschaftlichen Tätigkeiten war er im öffentlichen Dienst tätig. Er promovierte an der Universität von Birmingham über das Thema „The Europeanization of Polish-German Relations“. Der Experte für internationale Beziehungen beschäftigt sich ausserdem intensiv mit dem Thema europäisch-amerikanische Beziehungen.

Der gebürtige Tunesier Larbi Sadiki ist Professor für Middle East Politics an der Universität Exeter. Ausserdem leitet er das Masterprogramm Middle East Politics. Seit 2010 liefert er Expertenbeiträge für Al Jazeera. Er forscht und lehrt über die politischen Veränderungen und den Demokratisierungsprozess im Mittleren Osten sowie über die Beziehungen zwischen Europa und dem Mittleren Osten.

Jérôme Heurtaux ist seit 2008 Dozent für Politikwissenschaften an der Universität Paris-Dauphine. Ein Jahr später wurde er zur Habilitation in den Politikwissenschaften zugelassen. Seine Doktorthese wurde 2005 mit dem Preis der Fakultät für Rechts-, Politik und Sozialwissenschaften ausgezeichnet. Ihr Titel lautet: „Eine umstrittene Partisanisierung. Die Kodifizierung des politischen Wettbewerbs und die Konstruktion einer Demokratie in Polen“. In den letzten Jahren nahm er zahlreiche wissenschaftliche Posten an sowie Verpflichtungen im Bereich der Universitätsverwaltung. Unter anderem war er wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Paris I, der EHESS (Ecole des Hautes Etudes en sciences sociales) und der Universität Warschau.

Wolf von Leipzig ist seit 1996 Redakteur des Luxemburger Worts. Er beschäftigt sich insbesondere mit Außen- und Verteidigungspolitik. Sein Studium absolvierte er an der University of British Columbia in Kanada, wie auch an der Universität Hamburg.

Journal of the European Court of Auditors vom 1.12.11

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