28.06.2013 um 18:00 Uhr
Abtei Neumünster, Saal E. Dune, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Thomas Meinecke – Lesung „Lookalikes“ und Gespräch

Organisiert vom Institut Pierre Werner und der Universität Luxemburg mit freundlicher Unterstützung des CCRN
Thomas Meinecke – Lesung „Lookalikes“ und Gespräch

 

Thomas Meinecke

Lesung aus „Lookalikes“

und Gespräch mit Dr. Stefan Börnchen

 Freitag, 28. Juni 2013
18:00 Uhr

 

Der Schriftsteller, Musiker (F.S.K.) und DJ Thomas Meineckelas aus seinem Buch „Lookalikes“. Im Anschluss an die Lesung unterhielt sich Thomas Meinecke mit Stefan Börnchen, wissenschaftlicher Assistent am Institut für deutsche Sprache und Literatur an der Universität zu Köln, unterhalten.

Pressestimmen

Thomas Meinecke im Interview mit dem Luxemburger Wort (27.06.2013)

Lookalikes

Düsseldorf, Königsallee: Menschen, die sich Justin Timberlake, Josephine Baker, Shakira und Serge Gainsbourg nennen, flanieren über die Nobelmeile. Sie sind Lookalikes, haben sich bei einschlägigen Agenturen registrieren lassen und sind damit beschäftigt, ihre Ähnlichkeit mit diesen Berühmtheiten produktiv zu machen. Sie lesen Bücher (über G-Strings, Pelze und Lacan), sehen sich französische Spielfilme an, haben Affären und kommunizieren vorzugsweise elektronisch. Mitten in seinem eigenen Roman findet sich auch der Autor als Protagonist wieder. In Salvador da Bahia de Todos os Santos begibt sich die Romanfigur Thomas Meinecke in den afrobrasilianischen Tempeln der Stadt auf die Spuren des Schriftstellers Hubert Fichte und erlebt dort die synkretistischen Rituale des candomblé, einer afrobrasilianischen Religion, in denen nicht nur Heilige in transatlantischen Doppelrollen agieren, sondern Götter die Körper der Gläubigen übernehmen.

Thomas Meinecke, mit allen postmodernen theoretischen Wassern gewaschener Literatur-Discjockey und Zitatraubritter, bekommt in seinem neuen Roman die Rechnung präsentiert: Der Text verschlingt seinen Autor und spuckt ihn als Romanfigur wieder aus – und mitten hinein ins verspielte und gleichzeitig todernst gemeinte Treiben der Lookalikes und ihrer Role Models.

Leseprobe

 

 

Audiodateien

 

Pressestimmen

„…Thomas Meinecke schreibt mit Lookalikes einen Mischpultroman… In seiner fragmentarischen Offenheit ist Lookalikes jedenfalls ein höchst integrer Text. Er gräbt sich durch die Überschreibungen unseres Alltags mit Images und Labels, um wieder an der Oberfläche aufzutauchen, allerdings mit einem differentierten Koordinatensystem.“ (FAZ)

Meineckes Figuren bestehen nie aus Fleisch und Blut, schon gar nicht, wenn sie ›Thomas Meinecke‹ heißen. Sie setzen sich vielmehr immer nur aus den von ihnen konsumierten Texten, Filmen und Songs zusammen. Seltsamerweise sind sie genau darin echter als die meisten Geschichten über das vermeintlich echte Leben.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Wie Meinecke sich mühelos von allen Konventionen herkömmlichen Erzählend befreit, mit größter Kunstfertigkeit popkulturelle und wissenschaftliche Versatzstücke durcheinanderwirbelt und in einen verführerischen Sound übersetzt, ist einzigartig.“ (Der Tagesspiegel)

 

 

Thomas Meinecke im Interview mit der Zeit

Organisiert vom Institut Pierre Werner und der Universität Luxemburg mit Unterstützung des Centre Culturel de Rencontre Neumünster.


 

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