12.10.2018 um 20:00 Uhr
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Karl Kraus: „Die letzten Tage der Menschheit“ – Lesung mit Live-Musik und Film

Karl Kraus: „Die letzten Tage der Menschheit“ – Lesung mit Live-Musik und Film

Karl Kraus – „Die letzten Tage der Menschheit“

Lesung mit Live-Musik und Film

Freitag, 12. Oktober 2018
20:00

Abtei Neumünster

In deutscher Sprache

Eintritt 10 € | 5 € | 1,50 € (Kulturpass)

Tickets: www.neimenster.lu

 

mit Martin Haidinger (Lesung), Barbara Klebel-Vock (Violine), Christina Renghofer (Klavier)
Regie: Georg Wacks 

100 Jahre Ende des 1. Weltkriegs: Zu diesem Anlass präsentieren IPW, neimënster und die Österreichische Botschaft in Luxemburg eine Lesung aus „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus. In zahllosen Facetten bespiegelt das Monumentalwerk menschliche Niedertracht, Grausamkeit und Dummheit – bedrückend zeitlos und für alle Epochen und Länder aktuell.

Zwischen 1915 und 1922 entstanden, wobei der Epilog als erster Text aus dem Drama vier Wochen nach Kriegsende in Kraus‘ Zeitschrift „Die Fackel“ veröffentlicht wurde, stellt der Autor in mehr als 200 Szenen die Inhumanität und Absurdität des Krieges dar. Basierend auf zahlreichen zeitgenössischen Quellen lässt Kraus mit satirischem Biss und ironischer Bitterkeit Journalisten auftreten, die Fotos machen statt Sterbenden zu helfen, Händler und hohe Militärs, die vom Krieg und dem Leid der anderen profitieren, Dichter und Politiker, die den Krieg mit offenen Armen begrüßen – bzw. in ihn hineinlaufen.

Der Kabarettist Martin Haidinger (ORF)  und das Duo Barbara Klebel-Vock (Violine, Concentus Musicus Wien) – Christina Renghofer (Klavier) verleihen ausgewählten Szenen eine irritierende Stimmung zwischen Lachen und Erschütterung, Schönheit der Musik und Grauen des Krieges – eine literarische und emotionale Achterbahnfahrt.

Wort, Bild und Ton finden in dieser Aufführung zu einer Einheit. Ein Stummfilm und die den Akten beigefügten Fotografien werden mit ausgewählten Musikstücken bespielt, welche die Wahrnehmung der Zuhörer verändern – verstärken und polarisieren. Zu hören sind Werke von Ludwig v. Beethoven, Claude Debussy, Francis Poulenc, Sergei Prokofiew, Leopold Godowski und Arvo Pärt.

 

 

Hier geht’s zu einer Kritik aus der Salzburger Zeitung.

Mehr von und über Karl Kraus gibt es kostenlos auch in der Onleihe des Goethe-Instituts. Wie Sie sich dafür anmelden können, erfahren Sie hier (gilt auch für Luxemburg).

 

Eine Produktion der Armin Berg Gesellschaft
Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit neimënster und der Österreichischen Botschaft in Luxemburg

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