28.06.2019
Kasemattentheater, 14 Rue du Puits, 2355 Luxembourg

Aus dem Leben eines Taugenichts von Joseph von Eichendorff – Lesung

Aus dem Leben eines Taugenichts von Joseph von Eichendorff – Lesung

Aus dem Leben eines Taugenichts
von Joseph von Eichendorff

gelesen von Albrecht Schuch
Textfassung: Marc Limpach

musikalische Begleitung: Michel Reis und Annemie Osborne
Freitag, 28. Juni 2019
20:00 Uhr

Kasemattentheater

In deutscher Sprache

Karten: ticket@kasemattentheater.lu

 

Wenn jemand den Helden seiner Erzählung nach einem Schimpfwort benennt, dann kann das nur ein wahrer Romantiker gewesen sein. Joseph von Eichendorff war so einer, und seine fiktive „Taugenichts“-Biographie von 1826 macht ein echtes Sonntagskind zum Titelhelden. Taugenichts nennt der Vater seinen Sohn, weil er sich nicht dem täglichen Einerlei des elterlichen Mühlbetriebes unterwerfen will. Die Sehnsucht nach Ferne, nach Glück, Abenteuer und Liebe treibt ihn dazu, mit wenigen Groschen in der Tasche und seiner Geige unter dem Arm in die weite Welt zu ziehen. Arbeiten tut er nur gelegentlich. Seine heimliche Liebe zu einer vermeintlichen Grafentochter verstrickt ihn auch noch in eine tolldreiste Entführungsgeschichte. Der „Taugenichts“ ist die bekannteste Erzählung der deutschen Romantik. – Was den „Taugenichts“ aber auch heute noch auszeichnet, ist sein liebenswerter Anarchismus und der unbedingte Freiheitswille seines Protagonisten. Die Geschichte um die Abenteuer eines naiven Träumers erhebt die Liebe, die Weltoffenheit und die Wanderschaft zum schönsten Lebensinhalt.

Hermann Hesse lobte den „Taugenichts“ als „eine von den allerreifsten, allerzartesten, allerköstlichsten Früchten am Baum der bisherigen Menschheit.“ Der Taugenichts ist ein frühes Rock’n’Roll-Märchen, mit allen Zutaten, die eine romantische Aussteigergeschichte ausmachen: „nichts als Traum, Musik, Gehenlassen, Fernweh, Heimweh, (…), törichte Seligkeit, sodass einem die Ohren klingen und der Kopf summt vor poetischer Verzauberung und Verwirrung“, so Thomas Mann.

Albrecht Schuch, geboren 1985 in Jena, gehört zu den gefragtesten Schauspielern Deutschlands. Von 2006 bis 2010 in Leipzig ausgebildet, spielt er sowohl auf der Bühne, wie auch vor der Kamera.  Zuletzt sah man ihn u.a. in der vielgelobten Serie „Bad Banks“. 2018 erhielt Schuch den Deutschen Schauspielerpreis als „Bester Nebendarsteller“ für seine Darstellung in „Gladbeck“, sowie den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie „Bester Schauspieler in einer Nebenrolle“ für „Bad Banks“. Anfang 2019 erhielt er die Goldene Kamera als bester Schauspieler.

 

GOLDENE KAMERA 2019: 

Albrecht Schuch erhält die Auszeichnung als Bester Schauspieler.

Die Jury sagt: „Ob als Polizist, der einfallsreich mordet, oder als DDR-Hippie in ‚Kruso‘: Anscheinend mühelos verschmilzt Albrecht Schuch mit den Charakteren und zieht die Zuschauer mit seiner faszinierenden Vielschichtigkeit in seinen Bann.“

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

 

Organisiert vom Kasemattentheater mit Unterstützung des Institut Pierre Werner

 

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