01.02.2022 um 19:00 Uhr
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Géraldine Schwarz: Les Amnésiques (Die Gedächtnislosen) – Gespräch

Géraldine Schwarz: Les Amnésiques (Die Gedächtnislosen) – Gespräch

Les Amnésiques (Die Gedächtnislosen) – Gespräch mit Géraldine Schwarz

Moderation: William Irigoyen (ARTE)

Dienstag, 01. Februar 2022
19:00 Uhr

Abtei Neumünster

In französischer Sprache

Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail : billetterie@neimenster.lu

oder telefonisch: +352  26 20 52 444

„CovidCheck“ – Veranstaltung  (Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung bleibt Pflicht.)

 

 

„Jetzt, da die Zeugen tot sind, sowohl die Opfer als auch die Täter, bleibt nur noch die Erinnerung an ihre Worte und Gesichter, an die Denkmäler und Bücher. Ich wollte die Fäden der großen Geschichte mit denen der kleinen verweben, bis ein Bild von damals entsteht, mit seinen Anteilen von Dunkelheit und Licht, seinen vom Größenwahn der Menschen zermalmten Leben; die von Lydia und Karl Schwarz, die das Pech hatten, an der Schwelle eines verfluchten Jahrhunderts geboren zu werden.“

Als Géraldine Schwarz die Absprachen und Vereinbarungen ihres deutschen Großvaters mit dem Naziregime entdeckt, deckt sie die Verantwortung der Mitläufer in einer Diktatur auf: die Zahlreichen, die „mit dem Strom schwimmen“. Sie folgt ihrer Familie über drei Generationen und spürt der Erinnerungsarbeit nach, die in Deutschland geleistet wird und die die Stärke der Demokratie ausmacht. Indem sie dies mit den Lücken im Gedenken in Frankreich und anderswo in Europa vergleicht, wirft sie eine entscheidende Frage auf: Hat die Tatsache, dass die Bürger zu Opfern der Geschichte gemacht werden, anstatt sie in die Verantwortung zu nehmen, nicht den Weg für Populismus geebnet und unsere Demokratien geschwächt?

„Les Amnésiques“ erschien 2017 bei Flammarion, die deutsche Übersetzung „Die Gedächtnislosen“  erschien im Jahr 2018 bei Secession.

 

 

Géraldine Schwarz ist zudem am 1. Februar vormittags im Lycée Vauban und nachmittags im Lënster Lycée in Junglinster zu Gast um mit Schulklassen zu diskutieren.

 

Biografien:

Géraldine Schwarz ist eine deutsch-französische Autorin, Journalistin und Dokumentarfilmregisseurin. Ihr Buch „Die Gedächtnislosen“ (Flammarion) wurde in über zehn Sprachen übersetzt und insbesondere mit dem Preis des Europäischen Buches ausgezeichnet. Darin verfolgt die Autorin ihre Familiengeschichte über drei Generationen hinweg und beschreibt die schmerzvolle Erinnerungsarbeit, die in Deutschland geleistet wurde und den Aufbau der Demokratie ermöglichte, und stellt sie den Erinnerungslücken in anderen Ländern wie Frankreich oder Italien gegenüber. Für Schwarz ist die Erinnerungsarbeit die beste Grundlage für die Demokratie und die Basis für ein europäisches Bewusstsein.

 

William Irigoyen, 1970 geboren, lebt als Journalist (Lire, Geo Histoire, Radio espace 2) und Moderator in Straßburg. Seit 2012 präsentiert er das internationale Reportermagazin „Reportage“ auf Arte. Mehr

 

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der Fondation CANDIDA (unter der Ägide der Fondation de Luxembourg)

Mit der Unterstützung von neimënster

 

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