vom 29.11.2021 bis zum 01.12.2021 um 20:00 Uhr
Théâtre National du Luxembourg, 194, route de Longwy, L-1940 Luxembourg

Rimini Protokoll: „Konferenz der Abwesenden“

Rimini Protokoll: „Konferenz der Abwesenden“

Rimini Protokoll: „Konferenz der Abwesenden“

29. November 2021 in deutscher Sprache
30. November 2021 in französischer Sprache
01. Dezember 2021 in englischer Sprache
20:00 – 22:00 Uhr

Théâtre National du Luxembourg
194, route de Longwy
L-1940 Luxembourg

„CovidCheck“ – Veranstaltung

Es herrscht Krise! Und im Angesicht einer weltumspannenden Krise geht es um weltweite Zusammenarbeit. Dennoch wird die Krise diesmal lokal ausgetragen – im Namen der Welt: bei einer Konferenz, zu der niemand anreist. Eine Aufführung, zu der die geladenen Expert*innen nicht physisch auftreten, sondern von Menschen vor Ort vertreten werden.

In der KONFERENZ DER ABWESENDEN beobachtet das Publikum Menschen aus der eigenen Stadt dabei, wie sie die Identität eines abwesenden Konferenzgastes übernehmen. Ganz ohne CO2-Ausstoß aber auch ohne schlechte Skype- oder Zoom-Verbindung, dafür aber mit allen szenischen Mitteln des Theaters, werden die Beiträge und widersprechenden Thesen zu den Folgen von Globalisierung in den Theaterraum vermittelt – und darin ausgetragen.

Der Vorteil, nicht dort zu sein – überhaupt: nicht überall sein zu müssen – wird zum gemeinsamen Spiel, das jeden Abend neu erlebbar wird. Im Zentrum dieses Spiels stehen Menschen, die zu Träger*innen von Ideen werden und sich sowohl Biografien von Expert*innen als auch deren Gedanken spielerisch aneignen. So wird die Abwesenheit zu einem Mehrwert, weil sie Raum schafft für neue Einschreibungen und ungeahnte Perspektiven. Ghostwriter und Redenschreiber*innen, Ko-Autor*innen und Regisseur*innen zugleich, machen Rimini Protokoll in KONFERENZ DER ABWESENDEN die dokumentarische Ko-Autorenschaft zu einer Fern-Inszenierung.

Das Institut Pierre Werner präsentiert zusammen mit dem Goethe-Institut und TNL die Konferenz der Abwesenden an drei Abenden, jeweils in einer anderen Sprache: Deutsch, Französisch und Englisch.

 

Das für seine Bühnenstücke, Interventionen und szenische Installationen global gefeierte postdramatische Theaterkollektiv Rimini-Protokoll wird zudem eine begleitende Akademie abhalten.

Helgard Haug, Stefan Kaegi und Daniel Wetzel haben im Jahr 2000 das Theater-Label Rimini Protokoll gegründet und arbeiten seither in verschiedenen Konstellationen unter diesem Namen. Stück für Stück erweitern sie die Mittel des Theaters, um neue Perspektiven auf die Wirklichkeit zu schaffen.

Rimini Protokoll entwickeln ihre Bühnenstücke, Interventionen, szenischen Installationen und Hörspiele oft mit Expert*innen, die ihr Wissen und Können jenseits des Theaters erprobt haben. Außerdem übersetzen sie gerne Räume oder soziale Ordnungen in theatrale Formate. Viele ihrer Arbeiten zeichnen sich durch Interaktivität und einen spielerischen Umgang mit Technik aus.

 
Konzept / Text / Regie: Helgard Haug, Stefan Kaegi, Daniel Wetzel
Video- und Lichtdesign: Marc Jungreithmeier
Musik: Daniel Dorsch
Recherche / Dramaturgie: Imanuel Schipper, Lüder Pit Wilcke

mit der Stimme von: Nadja Stübiger (Moderation)
und den Soufflierstimmen von: Henriette Hölzel, David Kosel, Hans-Werner Leupelt und Karina Plachetka (Kopfhörer)
Mitarbeit politisch-kulturelle Bildung: Dr. Werner Friedrichs
Produktionsleitung: Epona Hamdan
Dramaturgie Assistenz: Sebastian Klauke
Regieassistenz: Lisa Homburger und Maximilian Pellert
Bühnenbildassistenz: Maksim Chernykh
Produktionsmitarbeit: Federico Schwindt

Eine Produktion von: Rimini Apparat
In Koproduktion mit: Staatsschauspiel Dresden, Ruhrfestspiele Recklinghausen, HAU Hebbel am Ufer (Berlin) und dem Goethe-Institut.

Die Konzeption wurde gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

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