Pascal Ory

Pascal Ory

 

Der Bretone Pascal Ory, der 1948 in Fougères im Verwaltungsbezirk Ille-et-Vilaine geboren wurde, hat sich in der Königsstadt Chartres niedergelassen, also so nah wie möglich an der großen Geschichte, mit der er sich seit fast vierzig Jahren beschäftigt und umgibt. Schon in jungen Jahren entdeckte er seine Berufung für die Geschichte, unter anderem über seinen Vater, einen großen Reporter, der seine natürliche Neugierde weckte.

Seine Karriere führte ihn vom CNRS (Forschungsattaché) über die Thiers-Stiftung (1973-1976) zum Unterrichten: zunächst als Hochschullehrer 1976-79, dann als Dozent am IEP Paris (Sciences Po, Institut für politische Studien Paris) (1976-1998 und seit 2005), Assistent an der Universität Paris X-Nanterre (1979-1991), Dozent am Inalco (Institut national des langues et civilisations orientales) (1987-1992) und an der Universität Paris IX-Dauphine, seit 1995 Dozent bei Ehess, Professor an der Universität Versailles-Saint-Quentin (1991-1998) und an der Universität Paris 1-Sorbonne seit 1997.

Als leidenschaftlicher Comicsammler schreibt er seit dreißig Jahren für die Zeitschrift „Lire“ und ist Präsident der Jury für den Historischen Comicpreis beim „Rendez-vous de l’histoire de Blois“. Seit 1977 moderiert er mit anderen Historikern eine Radiosendung auf France Culture, die sich mit aktuellen Ereignissen beschäftigt. Bereits 1983 hatte er seiner Feder freien Lauf gelassen und ein Theaterstück mit dem Titel „Mélancolies du 29 mai“ geschrieben, das auf demselben Sender ausgestrahlt wurde und an den Mai 1968 erinnert.

Im Herzen ein Vermittler, schätzt er es Forschung zu betreiben, nimmt gern an den mündlichen Prüfungen der Prüfungsjurys teil, übernimmt aber auch die Position eines Beraters für Geschichtsfragen für das Fernsehen (seit 1982) und stößt die Tür zur Politik auf (Projektleiter im Kabinett des Staatssekretärs für Großbauten (1991-1993).) Zwischen 1995 und 2001 war Pascal Ory Stellvertreter des sozialistischen Bürgermeisters von Chartres. Im Jahr 2011 wurde er für zwei Jahre in das wissenschaftliche Orientierungskomitee der „Maison de l’histoire de France“ berufen.

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