02.07.2015 um 18:30 Uhr
Cercle, Auditorium Henri Beck, 2 rue Genistre, Luxemburg

Michael Kleeberg – Vaterjahre – Lesung und Gespräch

Dieses Buch hat Ruhm und Ehre verdient. (Die Zeit)
Michael Kleeberg – Vaterjahre – Lesung und Gespräch

 

Michael Kleeberg

Lesung aus „Vaterjahre“ und Gespräch

Donnerstag, 2. Juli 2015
18:30 Uhr

Cercle, Auditorium Henri Beck

Bilder zur Veranstaltung finden Sie hier

In deutscher Sprache

Michael Kleeberg gehört zweifellos zu den vielfältigsten, erzählerisch ambitioniertesten und interessantesten Erzählern der jüngeren deutschsprachigen Literatur. Seine Romane sezieren unsere Gegenwart und Vergangenheit – erzählerisch virtuos und mutig.

Längst ist etwa die Novelle Barfuß (1995), eine „Fallstudie darüber, warum und wie ein Individuum die Last einer okzidentalen Existenz abwirft“, zum Klassiker der Gegenwartsliteratur avanciert, ebenso wie Ein Garten im Norden (1998), einer der bemerkenswertesten Romane über Deutschland im 20. Jahrhundert. „Das Amerikanische Hospital“ (2010) ist eine bewegende erzählerische Reflexion über Traumatisierungen und Entmenschlichungen in Krieg und Frieden unserer Gegenwart. Mit Karlmann (2007) schließlich beginnt Kleeberg einen breit angelegten Romanzyklus um das Leben des betont durchschnittlichen Helden Karlmann/Charly Renn, für dessen ersten Band Kleeberg ein ganz eigenes, konstant zwischen Erzählpositionen changierendes Erzählverfahren, ein „Erzählplasma“, entwickelt hat. Vaterjahre, 2014 erschienen, setzt als zweiter Band den Karlmann-Zyklus fort – und begleitet Charly Renn nun durch die 90er und frühen 2000er Jahre in eine zweite Ehe, durch verschiedenste persönliche und berufliche Krisen bis hin zum 11. September 2001, an dem Renn die Anschläge in New York im Hamburger Chile-Haus erlebt und geistesgegenwärtig die Folgen des Ereignisses für seine Firma abschätzen und abmindern muss.

Michael Kleeberg, der viele Jahre in Frankreich gelebt hat und regelmäßig aus dem Englischen und Französischen übersetzt, ist zugleich in seinen literarischen Texten ebenso wie in seinen vielfältigen Essays einer der wichtigsten Kulturvermittler zwischen Frankreich und Deutschland.

Im Gespräch mit Johannes Birgfeld (Universität des Saarlandes) werden sein vielfach ausgezeichnetes Werk und seine Rolle als Kulturvermittler thematisiert.

 

Pressestimmen

„Michael Kleeberg  ist ein unendlich begabter, unverschämt maliziöser Schriftsteller, der souverän über alle Register der großen Romanorgel verfügt. Dieses Buch hat Ruhm und Ehre verdient “ (Ijoma Mangold, Die Zeit, 25.09.2014)

„Mit seinem „Karlmann“-Zyklus, von dem jetzt [mit „Vaterjahre“] der zweite Band vorliegt, liefert er nicht weniger als eine physiognomische Geschichte der Bundesrepublik, psychisch, geistig und sozial, von den frühen Achtzigern bis in die Gegenwart.“ (Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung, 18.08.2014)

„Wer lesen will, wie assoziationsreich und entdeckungsselig, wie facettenreich und sorgfältig man beschreiben kann, der lese dieses Buch.“ (Dirk Knipphals, taz, 23.08.2014)

„[D]er Roman durchdringt die heutige Geschäftswelt wie kein zweites Buch“ (Sandra Kegel, FAZ, 27.09.2014)

Presse

29.06.2015 – Tageblatt

Kleeberg über sein Werk

Kleebergs umfangreiches Werk zeichnet sich dabei über seine literarische Qualität und Originalität hinaus durch einen dezidiert moralischen Anspruch aus: „[D]argestellt und beurteilt und gewogen und gerichtet und erträglich gemacht“ wird die Welt, so Kleeberg, „ausschließlich durch die Kunst“: „Seit jeher war es die Stärke der Literatur, mit einer gewissen beobachterischen Kälte abzuwarten, bis der Gefechtslärm verklungen ist, der Staub sich wieder auf die Walstatt gesenkt hat, die technischen Bilanzen gezogen und die Augenzeugen befragt sind, um dann […] die menschliche Summe zu ziehen, die humane Wahrheit zu erzählen für die, die es überlebt haben“ („Michael Kleeberg im Gespräch“).

Weitere Informationen zum Buch

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Kooperation mit der Universität des Saarlandes

Mit Unterstützung von Cité Bibliothèque und Cercle Cité

 

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