18.06.2021 um 19:00 Uhr
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxembourg-Grund

Luuk van Middelaar – Was die Pandemie über den Zustand der EU enthüllt

Luuk van Middelaar – Was die Pandemie über den Zustand der EU enthüllt

Was die Pandemie über den Zustand der EU enthüllt

Gespräch zwischen Luuk van Middelaar und Caroline Mart

Freitag, 18. Juni 2021
19:00 Uhr

Abtei Neumünster

In französischer Sprache

Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten per E-Mail an billetterie@neimenster.lu

oder telefonisch: +352  26 20 52 444

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist während der Dauer der Veranstaltung verpflichtend.

 

Keine Solidarität, geschlossene Schlagbäume statt offener Grenzen. Als die Corona-Pandemie Europa erreichte, waren sich die Beobachter bald einig: Brüssel hat versagt, im Angesicht der Gefahr ist die EU »zu Roststaub zerfallen« (Der Spiegel).

Die Rhetorik des bevorstehenden Untergangs begleitet die Union freilich seit mindestens einem Jahrzehnt – und erwies sich doch stets als stark übertrieben. Der Eindruck der Dauerkrise, so Luuk van Middelaar, verdankt sich einer Metamorphose von der Regel- zur Ereignispolitik: Statt stiller Technokratie ist Improvisationsfähigkeit gefragt. Da Corona die Körper alle Bürgerinnen und Bürger bedroht, wird Europa zu einer öffentlichen Angelegenheit. Und die EU realisiert, dass sie sich zwischen China und den USA selbstbewusst positionieren muss.

Was im geopolitischen Titanenkampf der nächsten Jahrzehnte verteidigt werden muss, ist die Gemeinschaft der Europäer, ihre „res publica“. Und dafür wird die Europäische Union die Weltbühne selbstsicher und ohne Maske betreten müssen.

 

Luuk van Middelaar, geboren 1973 in Eindhoven, ist ein niederländischer Historiker und Politikphilosoph. Er lehrt EU-Recht an der Universität Leiden und schreibt als Kolumnist für die Tageszeitung NRC Handelsblad. Für sein 2009 erschienenes Buch „De passage naar Europa“ – auf Deutsch erschienen als „Vom Kontinent zur Union“ – erhielt er 2012 den Europäischen Buchpreis. Mehr

Caroline Mart ist eine luxemburgische Journalistin und stellvertretende Chefredakteurin bei RTL Télé Lëtzebuerg. Mehr

Organisiert vom Institut Pierre Werner

Mit Unterstützung von neimënster

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