28.11.2021 um 17:00 Uhr
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Felicitas Hoppe: Die Nibelungen – Lesung

Felicitas Hoppe: Die Nibelungen – Lesung

Felicitas Hoppe: Die Nibelungen –
Das erste gesamteuropäische Heldenepos der Gegenwart

Lesung und Gespräch

Moderation: Michel Delage
Sonntag, 28. November 2021
17:00 Uhr

Abtei Neumünster

In deutscher Sprache

Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten: billetterie@neimenster.lu / +352 26 20 52 444

„CovidCheck“ – Veranstaltung

 

Der Stoff ist unschlagbar: ein Bad in Blut, eine schöne Frau, Gold und ein Mord, der grausam gerächt wird. So klingt das Lied der Nibelungen, die Sage von Siegfried, dem Strahlenden, seinem düsteren Gegenspieler Hagen und der schönen Kriemhild. Aber ist das die wahre Geschichte dieser europäischen Helden, die in Island oder Norwegen beginnt, am Rhein entlang spielt, die Donau runter erzählt wird und schließlich im Schwarzen Meer mündet? Niemand weiß, wie es wirklich war, meint Hoppe und erfindet die Wahrheit: hell und schnell, poetisch und politisch, wie nicht mal Tarantino es kann. Felicitas Hoppes Roman »Die Nibelungen«: Das erste gesamteuropäische Heldenepos der Gegenwart.

Die Veranstaltung wird von Michel Delage, Journalist beim luxemburgischen öffentlich-rechtlichen Radiosender 100,7, moderiert.

 

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „TRANSFORMATION(EN). Modernes Mittelalter im Dialog“ finden neben der Lesung am Institut Pierre Werner zwei weitere Veranstaltungen mit Felicitas Hoppe, organisiert von der Universität Luxemburg, statt:

Am Mittwoch, dem 24. November 2021, wird um 15 Uhr am Campus Belval der Stummfilm „Die Nibelungen“ von Fritz Lang aus dem Jahr 1924 gezeigt.

Am Montag, dem 29. November 2021 ist Frau Hoppe zu Gast an der Universität Luxemburg. Dort wird sie im Rahmen der Veranstaltungsreihe „TRANSFORMATION(EN). Modernes Mittelalter im Dialog“ ein Seminar zum Thema „Hoppes Mittelalter“ geben.

Anmeldung per E-Mail an amelie.bendheim@uni.lu  oder ruth.reicher@uni.lu

Mehr Informationen zu den beiden Veranstaltungen finden Sie auf der Webseite der Universität Luxemburg.

 

Felicitas Hoppe, geboren 1960 in Hameln, lebt als Schriftstellerin in Berlin und Leuk. Seit 1996 veröffentlicht sie Erzählungen, Romane, Kinderbücher und Feuilletons; sie ist auch als Übersetzerin tätig. Hoppe ist reisend und vortragend rund um die Welt unterwegs.  Sie ist Trägerin des Georg-Büchner-Preises und Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Zuletzt erhielt sie ein Ehrendoktorat der Leuphana Universität Lüneburg. Außerdem erhielt sie den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2021. Für ihr neues Werk „Die Nibelungen. Ein deutscher Stummfilm“ war sie für den Deutschen Buchpreis 2021 nominiert.

Begründung des Stiftungsrates zur Verleihung des Kasseler Literaturpreises für grotesken Humor an Felicitas Hoppe:

„Felicitas Hoppes einzigartigem und vielfältigem Oeuvre liegt auf allen Ebenen des Schreibens Humor als Haltung zur Welt und als Quelle literarischer Einbildungskraft zugrunde. Ihre faszinierende poetische Beweglichkeit hat sagen- und märchenhaft verdichtete Geschichten hervorgebracht, die von ‚Picknick der Friseure‘ bis ‚Prawda‘ reichen. Gelehrt und vergnüglich werden dabei viele volkstümliche und hochliterarische Traditionen eingeflochten und fortgesponnen. So wird erzählt und zugleich gewitzt gezeigt, wie Erzählen vor sich geht. Komik ist dabei Mittel zur Distanzierung wie zum Lustgewinn, fein dosiert und doch reichhaltig eingesetzt, ob nun als ironische Metafiktion, als Sprach-, Figuren- oder Situationskomik oder auch bloß als Kalauer. Das Grotesk-Komische und mit ihm Verfremdung und Verrätselung bescheren dem Lesepublikum eine entschleierte und erfrischte Wahrnehmung, ein waches Staunen bei der Erkundung von Fiktionen und Wahrheiten: Der groteske Humor von Felicitas Hoppes Sprachkunst eröffnet auf ausgesprochen zugewandte Weise einen neuen Zugang zur Lebenskunst.“

– Stiftung Brückner-Kühner

Pressestimmen:

„Felicitas Hoppe gelingt in ihrem neuen Buch über die Nibelungen das schier Unmögliche: Sie führt mit leichter Hand durch die Geschichte, ohne Mord, Tod und menschliches Elend zu verschweigen. Ein irres, ein tolles Buch.“
WDR 5 Scala

„Intelligent, verspielt und mit feiner Ironie.“
SWR2 Buchkritik

„Neben all dem sprudeligen Feuerwerk, das dieses Buch definitiv zu bieten hat, ist es aber vor allem die Reflexion, die es so stark macht. So übt es Kritik am Kulturbetrieb und dem, was wir heute auf – und hinter – Theaterbühnen veranstalten.“
NDR Kultur

„Der Clou in Hoppes Version ist eine Erzählinstanz, die nur schwer zu greifen ist: Zunächst betrachten wir die Geschehnisse auf der Bühne der Wormser Nibelungenfestspiele, und zwar aus der Perspektive eines Besuchers, der ständig zwischen Weitwinkel und Radikalzoom wechselt und eine Inszenierung nach „erprobter Hausfrauenart“ zu sehen meint.“
taz

 

Organisation: Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der Universität Luxemburg

Mit Unterstützung von CID Fraen an Gender und neimënster

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