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Donnerstag, 26.02.2026 — 19:00
neimënster, 28 rue Münster, Luxemburg-Grund
Gespräch
Unsere Konsumkultur humorvoll erhellt
GABRIEL YORAN im Gespräch mit Christophe Langenbrink über "Die Verkrempelung der Welt" (Suhrkamp, 2025) 
auf Deutsch Ifen-Lehrerfortbildung (s. Link unten)
Anmeldung erwünscht: info@ipw.lu
Telefonisch: +352 49 04 43-1

»Knebel« nennt man die drehbaren Elemente an Küchenherden, mit denen sich bequem die Temperatur regulieren lässt. Wer heute einen Induktionsherd kauft, verbiegt sich freilich bald die Finger auf widerspenstigen Touchflächen. Solche Dinge, die in gewissen Hinsichten schlechter sind, als sie einmal waren oder sein könnten, nennt Gabriel Yoran »Krempel«. Warum existieren sie überhaupt? Würde man sich die Weiterentwicklung von Produkten nicht als linearen Fortschritt vorstellen? 

Warenkritik gilt wahlweise als angestaubter Antikapitalismus oder Ausdruck reaktionärer Nostalgie. Gleichzeitig sollen wir mit unseren Kaufentscheidungen das Klima retten oder zu besseren Arbeitsbedingungen im globalen Süden beitragen. In dieser Lage fragt Yoran, ausgehend von Brauseschläuchen und Kaffeevollautomaten, nach den Ursachen der Verkrempelung. Und er wagt sich an den oft tabuisierten Versuch, über Kriterien für die Legitimität von Bedürfnissen nachzudenken. Yoran tut dies so unterhaltsam wie umfassend informiert – und in dem Bewusstsein, dass wir als Verbraucher:innen ebenfalls in den Verkrempelungszusammenhang verstrickt sind. 

Bestseller in FOCUS, stern, und Börsenblatt
SPIEGEL-Bestseller  

Mehr Infos zum Buch auf Wikipedia: Die Verkrempelung der Welt und
auf dem Literaturblog Rosinenpicker des Goethe-Instituts

Die Veranstaltung wird durch das Ifen zertifiziert. Einschreibung hier

Gabriel Yoran, geboren 1978 in Frankfurt am Main, ist Unternehmer und Autor. Mit achtzehn gründete er sein erstes Unternehmen. Er promovierte über Spekulativen Realismus bei Graham Harman an der European Graduate School. Zuvor studierte er Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der UdK Berlin. Als Autor widmet er sich so unterschiedlichen Themen wie Kochen und klassischer Musik. Er ist Mitgründer mehrerer Unternehmen und Autor diverser Sachbücher, zudem schreibt er für den Merkur, Zeit Online, Krautreporter und die taz.

Pressestimmen
»[Yoran] gelingt ... eine vielseitige und äußerst amüsante Konsumkritik.«
NZZ
»Der erste Schritt zu weniger Krempel in der Welt ist also, Gabriel Yorans Wunder von einem Buch zu lesen. Es ist so gut, dass es eigentlich gar nicht existieren dürfte.«
Süddeutsche Zeitung
»Gabriel Yoran schreibt klar und zupackend ... Vom Krempel aus landet [er] beim großen Ganzen. Das ist so einleuchtend wie beunruhigend.«
Frankfurter Rundschau
Organisation: Institut Pierre Werner
Unterstützung: neimënster