06.02.2020 um 19:00
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Der Höllenwald in der Eifel – Lesung und Gespräch

Der Höllenwald in der Eifel – Lesung und Gespräch

Der Höllenwald in der Eifel

Steffen Kopetzky und Norbert Scheuer im Gespräch über den Zweiten Weltkrieg

Lesung und Gespräch

Moderation: Jérôme Jaminet
Donnerstag, 06. Februar 2020
19:00 Uhr

Abtei Neumünster

In deutscher Sprache

Eintritt 10 € | 5 € | 1,50 € (Kulturpass)

 

Zwei Autoren, zwei Romane, ein Thema: die Eifel im Jahr 1944.

Steffen Kopetzky und Norbert Scheuer, beide deutsche Schriftsteller, lesen aus ihren neuesten Büchern, die den 2. Weltkrieg thematisieren, vor – Kopetzky aus Propaganda (August 2019) und Scheuer aus Winterbienen (Juli 2019) – und unterhalten sich mit dem luxemburgischen Literaturvermittler und -kritiker Jérôme Jaminet.

In Winterbienen (Shortlist Deutscher Buchpreis 2019, Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2019) erzählt Norbert Scheuer von einer Welt, die geprägt ist von Zerstörung und dem Wunsch nach einer friedlichen Zukunft: Während im Januar 1944 über der Eifel britische und amerikanische Bomber kreisen, gerät der wegen seiner Epilepsie nicht wehrtaugliche Egidius Arimond in höchste Gefahr. Propaganda (SWR-Bestenliste) von Steffen Kopetzky umspannt die Jahre 1944 bis 1971. Er erzählt u. a. von der Allerseelenschlacht im Hürtgenwald im November 1944.

 

Propaganda

John Glueck ist im Krieg. Tief in Deutschland, im dunklen Hürtgenwald in der Eifel, 1944. Vor kurzem noch war er Student in New York, voller Liebe zur deutschen Kultur seiner Vorfahren; dann, als Offizier bei Sykewar, der Propaganda-Abteilung der US-Army, traf Glueck in Frankreich sein Idol Ernest Hemingway. Für ihn zieht Glueck in den scheinbar unbedeutenden, doch von der Wehrmacht eisern verteidigten Hürtgenwald bei Aachen. Er entdeckt das Geheimnis des Waldes, als eine der größten Katastrophen des Zweiten Weltkriegs beginnt: die «Allerseelenschlacht» mit über 15 000 Toten. Was kann John Glueck noch retten? Sein Kamerad Van, der waldkundige Seneca-Indianer? Seine halsbrecherischen Deutschkenntnisse? Ein Wunder?

Pressestimme:

„Ein meisterhaft konstruiertes historisches Panorama … Selten liest man Bücher, in denen die Wahrheit einer Lebensgeschichte sich am Ende als die beste aller Finten erweist.“ (Kai Müller, Der Tagesspiegel, 8.9.2019)

Steffen Kopetzky zum Thema Hürtgenwald im Spiegel hier

 

Winterbienen

Januar 1944: Während über der Eifel britische und amerikanische Bomber kreisen, gerät der wegen seiner Epilepsie nicht wehrtaugliche Egidius Arimond in höchste Gefahr. Er bringt nicht nur als Fluchthelfer jüdische Flüchtlinge in präparierten Bienenstöcken über die Grenze, er verstrickt sich auch in Frauengeschichten.

Mit großer Intensität erzählt Norbert Scheuer in Winterbienen einfühlsam, präzise und spannend von einer Welt, die geprägt ist von Zerstörung und dem Wunsch nach einer friedlichen Zukunft. Sein Roman stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2019.

Pressestimme:

„Die Menschen bei Norbert Scheuer entkommen ihrer Herkunft nicht, aber jede ihrer Geschichten ist es wert, erzählt zu werden.“ (Patrick Bahners, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner

Mit der Unterstützung von Neimënster

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