Christoph Rüter

Christoph Rüter

Christoph Rüter, geboren 1957 in Gelsenkirchen, absolvierte ein Studium in den Fächern Theaterwissenschaft, Philosophie und Psychologie in Münster. Von 1985 bis 1989 war er als Dramaturg an der Freien Volksbühne Berlin beschäftigt, wo er unter anderen mit Thomas Brasch, Heiner Müller und Hans Neuenfels zusammenarbeitete.

Im Jahr 1989 begann Rüter mit der Arbeit an seinem ersten Dokumentarfilm: „Die Zeit ist aus den Fugen“, über die Arbeit von Heiner Müller an „Hamlet“ und seinem Stück „Hamletmaschine“ am Deutschen Theater im damaligen Ostberlin.

In den folgenden Jahren realisierte Rüter zahlreiche kurze und lange Dokumentarfilme und essayistische Reportagen, meist für die Fernsehsender 3sat und Arte. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören „L’Homme de Passage“ (1999) über Klaus Michael Grüber und „Ich will nicht wissen, wer ich bin“ (2009) über Heiner Müller. Außerdem realisierte er weitere zahlreiche Künstlerporträts, etwa „Klaus Kinski – Ich bin kein Schauspieler“ (2000), „Curt Bois – Charakterkomiker“ (2001), „Einfach und Stolz“ (2004) über die Schauspielerin Angela Winkler und „Jetzt bin ich allein“ (2008) über den Schauspieler Ulrich Mühe.

Als Kinoproduktion entstand „Brasch – Das Wünschen und das Fürchten“ (2011), ein sehr persönlicher Dokumentarfilm über den Schriftsteller Thomas Brasch, mit dem Rüter an der Volksbühne gearbeitet hatte. Der Film feierte auf der Berlinale 2011 in der Sektion „Panorama Dokumente“ Premiere und startete Ende 2011 in den deutschen Kinos.

Erneut fürs Fernsehen entstand „Krimis und das Dritte Reich“ (2016), über drei erfolgreiche europäische Schriftsteller, deren Krimis während der Nazizeit spielen. Parallel dazu begann Rüter mit der Arbeit an seinem nächsten Kino-Dokumentarfilm: „Hans Blumenberg – Der unsichtbare Philosoph“, in dem vier einstige Studenten Blumenbergs über sein Werk und seine Bedeutung für ihren eigenen Lebensweg berichten. Der Film kam im November 2018 in die Kinos.

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