17.11.2011 à 20:00

Ettelbruck

Lecture de Ralf Kramp

Lecture de Ralf Kramp

Ralf Kramp

Lesung seiner Kurzgeschichten

Ettelbruck

17. November 2011

Das IPW veranstaltete in Zusammenarbeit mit der Bibliothek Ettelbruck  eine Lesung mit Ralf Kramp. Die Veranstaltung war Teil der
Reihe „Tatort: Großregion“.

Der Krimiautor Ralf Kramp las in Ettelbruck kriminalistische Kurzgeschichten und Gedichte. Der Autor begeisterte das
Publikum mit seinem schwarzen Humor und seiner unkomplizierten Art im
Umgang mit den Besuchern. Als Karikaturist und Regionalkrimiautor kommt es
Kramp vor allem darauf an, die Menschen in seiner Region mit
außergewöhnlichen Geschichten im regionalen Kontext zu erreichen.

Ein vielseitiges Werk

Der Krimiautor Ralf Kramp bot dem Publikum im Festsaal der Gemeinde Ettelbruck
einen umfassenden und abwechslungsreichen Einblick in sein Werk. Neben drei
Kurzgeschichten gab der Autor auch drei kriminalistische Gedichte zum Besten und
gestaltete die Lesung somit sehr kurzweilig. Die Zuschauer empfanden es als
angenehm, dass Kramp ihnen in sich abgeschlossene Geschichten präsentierte.
Normalerweise schreibt der Autor auch Kriminalromane für Erwachsene und Kinder
und stellt Anthologien zusammen. Neben der Schriftstellerei unterhält Kramp ein
Krimi-Café, das deutsche Krimi-Archiv und ist als Verleger tätig.

 

Krimi-addicted

Kramp stellte sich gleich zu Beginn des Leseabends als « Krimi-addicted » vor.
Schon als Kind habe er gerne Geschichten von Enid Blyton oder die « Drei
Fragezeichen » gelesen. Später habe er sich vor allem für englische Landhauskrimis,
wie solche von Agatha Christie und Edgar Wallace, begeistert. Vielleicht spiegelt sich
seine Interesse für die englische Literatur auch im schwarzen Humor wider, der sich
in allen seinen Geschichten findet. Weil besonders der Mord unter Eheleuten bei
Kramp immer wieder ein Thema ist – und häufig Frauen ihren Männern zum Opfer
fallen – versicherte er dem Publikum mehrfach, dass seine Frau weiterhin wohlauf
sei. Dem Publikum schien der schwarze Humor des Autors zu gefallen, so dass seine
Lesung und seine Kommentare immer wieder durch herzliches Lachen dotiert
wurden.

Geschichten zeichnen wie Karikaturen

Mit seiner Tätigkeit als Karikaturist erklärte Ralf Kramp seine Vorliebe, in seinen
Romanen ungewöhnliche Charaktere zu erfinden. Er sehe das Besondere und
Auffällige an den Menschen und nutze dies für seine Geschichten. Das mache seine
Werke auch für den Leser interessanter, an dem er sich letztendlich orientiere.
Ab und an binde Kramp auch Personen aus dem wahren Leben in seine Werke ein.
Alle Krimiautoren seien nämlich vor allem angenehme und harmlose Zeitgenossen,
weil sie sich so einfach durch ihre Geschichten offene Rechnungen begleichen
könnten, ohne in der Realität in Konflikte zu geraten.

Kramp – Ein Regionalkrimiautor?

In Ergänzung zum Rundtischgespräch der Krimiautoren in der Nationalbibliothek
Luxemburg am 14.11.2011, äußerte sich Ralf Kramp zur Begrifflichkeit des
„Regionalkrimis“. Auch er stimmte mit den dort anwesenden Autoren überein, dass
ein regionaler Schauplatz keine gute Geschichte ersetze. Man könne jedoch mit
„Regionalkrimis“ ein Publikum erreichen, dass sich sonst nicht für den
Kriminalroman interessiere. Letztendlich komme es darauf an, regionale Schauplätze
und Menschen gut in die Geschichte einzubinden.

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