24.04.2013

Josef Winkler

Winkler

 

Der österreichische Autor Josef Winkler wurde am 3. März 1953 als Sohn einer Bauernfamilie in Kamering, einem kleinen Dorf in Kärnten, im Süden Österreichs, geboren.  Nach der Volksschule besuchte er von 1968 bis 1971 die Handelsschule in Villach, die er aber nicht abschloss, da er „vor lauter Lesen den Schulstoff nicht bewältigen“ konnte. Gleiches widerfährt ihm in der Abendhandelsakademie in Klagenfurt. Er arbeitete in der Verwaltung der Oberkärntner Molkerei, einem Bücherverlag für Karl-May-Bücher und von 1973 bis 1982 an der Hochschule für Bildungswissenschaften in Klagenfurt. Seit 1982 lebt er dort als freier Schriftsteller.

Auch wenn er schon seit vielen Jahren in Klagenfurt lebt, dient doch sein Heimatdorf den meisten seiner Bücher als Kulisse. Die ländliche Provinz Österreichs, der Katholizismus und seine Riten, der Tod und die Homosexualität (der Autor bezeichnet den Selbstmord zweier Jugendlicher in seinem Dorf als Auslöser seines Schreibens) spielen also eine große Rolle in seinen Büchern. Josef Winkler beschreibt die Schwierigkeit des Außenseiters in einem patriarchalen Milieu, das gekennzeichnet ist durch die katholische Religion. Seine Texte spiegeln seine persönlichen Erfahrungen wieder, aber auch seine Träume und Identitätsspiele.

1994 war er Stadtschreiber in Bergen-Enkheim, 1995 in Frankfurt am Main. Von Juni bis Oktober 2006 nahm er an dem vom Goethe-Institut geförderten deutsch-indischen Stadtschreiberprojekt „Akshar“ teil.

Auch zahlreiche private Reisen führten ihn schon mehrfach nach Indien und immer wieder auch nach Italien, vor allem nach Rom. Sie beeinflussen sein Schreiben und inspirierten ihn zu mehreren Romanen, unter anderem „Friedhof der bitteren Orangen“ (Suhrkamp, 1990) und „Domra“ (Suhrkamp, 1996)

.

français - kontakt - impressum