24.04.2014 um 20:30 Uhr
Cinémathèque de la ville du Luxembourg, 17 place du Théatre, 2613 Luxemburg

Westfront 1918 – Film und Einführung

Filmreihe 100 Jahre Erster Weltkrieg
Westfront 1918 – Film und Einführung

Westfront 1918

Einführung durch die Historikerin Dr. Susanne Brandt und Filmvorführung

Donnerstag, 24. April 2014

20:30 Uhr

Einführung in deutscher Sprache mit Simultanübersetzung ins Französische

Film : OF mit englischen Untertiteln

Deutschland 1930 | OF mit englischen UT | 96’ | R : Georg Wilhelm Pabst

Mit : Fritz Kampers, Gustav Diessl, Hans Joachim Moebus

Die Filmhistorikerin und Geschichtswissenschaftlerin Dr. Susanne Brandt wird in einem einleitenden Vortrag die Hintergründe des Films und seiner Entstehung beleuchten.

Der Film

Der 1930 von Georg Wilhelm Pabst gedrehte Antikriegsfilm „Westfront 1918“ basiert auf dem Roman „Vier von der Infanterie“ von Ernst Johannsen. Er erzählt vom Schicksal vierer deutscher Soldaten aus verschiedenen Landesteilen und unterschiedlichen sozialen Schichten, die in den letzten Kriegsmonaten an der französischen Front kämpfen.

Der Film zeichnet nach, wie die vier Männer am Krieg zu Grunde gehen. Der Berliner Karl (Gustav Diesel) entdeckt während eines kurzen Heimaturlaubs, dass seine Frau ihn betrügt. Der Student (Hans-Joachim Moebis) verliebt sich in eine junge französische Bäuerin, doch ihre Liebe hat keine Zukunft. Der Bayer (Fritz Kampers) wird während eines Kundschaftergangs schwer verletzt. Der Leutnant (Claus Clausen) klammert sich an seine strengen Vorstellungen von Pflicht und Disziplin. Alle vier verlieren am Ende des Krieges ihr Leben oder zumindest den Verstand. Das letzte Bild des Filmes zeigt das Wort „Ende“, das mit einem Fragezeichen versehen ist.

Pabst gelingt es, in erschütternd harten und realistischen Bildern das Schicksal der vier Infanteristen als Sinnbild für die Gesamtheit der Soldaten zu zeigen, deren Leben durch die Grausamkeiten des Krieges zerstört wird. Der Zuschauer bekommt einen Eindruck, wie der monotone Alltag in den dreckigen, nassen und kalten Gräben unter Gas-, Artillerie- und Panzerangriffen gewesen ist.

Die Filmhistorikerin und Geschichtswissenschaftlerin Dr. Susanne Brandt von der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf wird den Zuschauern vor der Vorführung einen Einblick in die historischen Umstände geben, die der Film porträtiert.

Organisiert  von der Cinémathèque de la Ville de Luxembourg  in Zusammenarbeit mit dem Institut Pierre Werner

Mit Unterstützung der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Luxemburg.

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