06.10.2015 um 19:00 Uhr
Institut Pierre Werner (Abtei Neumünster), Saal J. Ensch, 28 rue Münster, Luxemburg-Grund

Volker Braun – Werktage 2 – Lesung und Gespräch

Volker Braun – Werktage 2 – Lesung und Gespräch

 

Volker Braun

Lesung aus „Werktage 2 und Gespräch

Dienstag, 6. Oktober 2015
19:00 Uhr

Abtei Neumünster, Saal J. Ensch

Eintritt: 10 € | 5 €

Tickets: www.neimenster.lu / +352 26 20 52-444

In deutscher Sprache

Volker Braun zählt zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart, er wurde in der Bundesrepublik wie in der DDR gelesen und geehrt, galt schon vor 1989 als „gesamtdeutscher“ Autor. Zu seinem 70. Geburtstag im Jahr 2009 überraschte er seine Leser mit der Veröffentlichung von Werktage 1 – Arbeitsbuch 1977-1989, einem fast 1000 Seiten starken Tagebuch in der Tradition der Arbeitsjournale Bertolt Brechts.  Fünf Jahre später knüpfte er daran an und schenkte seinen Lesern die Fortsetzung. Am 6. Oktober wird er Auszüge aus diesem zweiten Band lesen, der unter dem Titel Werktage 2 – Arbeitsbuch 1990-2008 im Suhrkamp Verlag erschienen ist. Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch mit dem Germanisten und Historiker Henning Marmulla statt.

In Werktage 2 setzt sich der Autor über eine Dauer von 18 Jahren mit der Deutschen Einigung und ihren Folgen auseinander. Für Volker Braun, der zwar 1982 aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgetreten, aber bis zum Ende des Staates dort geblieben war, einem Autor, der sich für einen „dritten Weg“ ausgesprochen hatte, war das Ende der DDR ein existentielles Ereignis, das er nicht nur in seiner Literatur, sondern auch in seinen Tagebucheintragungen reflektierte. Das Buch geht gleichermaßen mit dem zurückliegenden DDR-Sozialismus wie dem in der Bundesrepublik herrschenden Kapitalismus ins Gericht. Wie ein Leitmotiv zieht sich die Sorge durch die Einträge, mit dem Ende des Sozialismus habe der Kapitalismus sein Korrektiv verloren. Volker Braun, der, so hat es Fritz J. Raddatz einst beschrieben, den Sozialismus wollte und in der DDR dessen Zerrbild sah, bietet seinen Lesern in den „Werktagen“ Einblicke in seine unmittelbaren Auseinandersetzungen mit dem Politischen und der Literatur und mit seiner Rolle als Schriftsteller im wiedervereinigten Deutschland – immer kritisch, oft humorvoll, niemals langweilig.

Pressestimmen

„Braun schreibt diskret, engagiert, immer mehr am Nächsten und an der Welt interessiert als an sich selbst.“
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

„Ergriffener zu schreiben ist kaum möglich, ergriffener zu lesen auch nicht.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Ein hochpolitisches Lesestück.“
Nordkurier

„Ein fulminant politisches Tagebuch (…)“
Der Tagesspiegel

„Politischer Scharfsinn verbindet sich mit der Sprache des Dichters.“
Dresdner Neueste Nachrichten

Presse

Tageblatt 06.10.2015

100,7 07.10.2015

Organisiert vom Institut Pierre Werner

Mit Unterstützung von Neimënster

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