03.05.2013 um 19:00 Uhr
Abtei Neumünster, Saal Krieps, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Uwe Timm – Lesung und Gespräch mit Christof Hamann

Organisiert vom Institut Pierre Werner und dem Lëtzebuerger Germaniste Verband mit freundlicher Unterstützung des Centre Culturel de Rencontre Neumünster
Uwe Timm – Lesung und Gespräch mit Christof Hamann

Uwe Timm

Lesung „Die Entdeckung der Currywurst“ und „Am Beispiel meines Bruders“

und Gespräch mit Christof Hamann

3. Mai 2013
19:00 Uhr

Uwe Timm las aus seinen Bestsellern „Die Entdeckung der Currywurst“ (Kiepenheuer & Witsch, 1993) und „Am Beispiel meines Bruders“ (Kiepenheuer & Witsch, 2003). Im Anschluss an die Lesung folgte ein Gespräch über Erinnern und Literatur mit Christof Hamann, Professor für Neure deutsche Literaturwissenschaft an der Universität zu Köln und selbst Romanautor. 2012 erschienen von Hamann der Roman „Nur ein Schritt bis zu den Vögeln“ im Steidl-Verlag und das von ihm herausgegebene „Text+Kritik“-Heft zu Uwe Timm.

 Pressestimmen

Artikel aus dem Luxemburger Wort vom 06.05.13

Lesung und Gespräch

 1. aus: „Am Beispiel meines Bruders“ von Uwe Timm

                © 2003, 2005 by Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Köln.

2. aus: „Die Entdeckung der Currywurst“ von Uwe Timm

                © 1993, 2000 by Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG, Köln.

Alle Rechte vorbehalten.

 

Radiointerviews

Uwe Timm im Interview mit Radio RTL

Radio 100,7 – Interview mit Uwe Timm in der Sendung Virum Dag vom 03.05.2013*

*Ankündigung in luxemburgischer, Interview in deutscher Sprache

Die Entdeckung der Currywurst

In Erinnerung an seine Kindheit macht sich der Erzähler auf die Suche nach der ehemaligen Besitzerin einer Imbissbude am Hamburger Großneumarkt. Er findet die hochbetagte Lena Brücker in einem Altersheim und erfährt die Geschichte ihrer »schönsten Jahre«, und wie es zur Entdeckung der Currywurst kam. Der Bogen spannt sich weit zurück in die letzten Apriltage des Jahres 1945, als der Deserteur Hermann Bremer in der Dachwohnung der jungen Lena unterkommt. Die beiden verlieben sich ineinander, doch als sich die Dachwohnung zum Gefängnis entwickelt, verschwindet Hermann. Trotz Liebeskummer macht Lena eine Entdeckung mit unvorhersehbaren Folgen: Die Entdeckung der Currywurst.

Leseprobe

Der größte Bucherfolg Uwe Timms wurde 2008 mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle verfilmt. Des Weiteren war die Novelle Grundlage des gleichnamigen Comics von Isabell Kreitz und Theaterstücks von Johannes Kaetzler und Gerhardt Seidel.

Kritik der Frankfurter Allgemeine Zeitung zum Film „Die Entdeckung der Currywurst“

 

Pressestimmen zu „Die Entdeckung der Currywurst“

„Uwe Timms Novelle ist ein gelungenes, würziges und mit großer Sorgfalt erzähltes Stück Prosa von menschlichem Glück und Leid und der ›Entdeckung der Currywurst‹.“  (Gerda Wurzenberger, Neue Zürcher Zeitung)

„Uwe Timm gestaltet eine ebenso groteske wie rührende, phantastische wie im konkreten Alltag verwurzelte Liebesgeschichte … Er schafft auf geradezu artistische Weise ein weitverzweigtes, raffiniert montiertes und außerordentlich vergnüglich zu lesendes literarisches Kunststück.“ (Detlef Grumbach, Woche)

„Hier erfährt der Leser schließlich auch, was es mit der Entdeckung der Currywurst auf sich hat. Aber auch ohne eine solche Episode wäre diese Liebesgeschichte ein grandioses, fesselndes Leseerlebnis.“ (Freie Presse)

„Eine Liebesgeschichte von zeitgeschichtlicher Gleichniskraft.“ (Walter Hinck, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

Am Beispiel meines Bruders

Uwe Timm erzählt die Geschichte seines älteren Bruders Karl Heinz Timm, geboren 1924 in Hamburg, gestorben 1943 in einem Lazarett in der Ukraine. Erst nach dem Tod von Mutter und Schwester fühlt Uwe Timm sich frei genug, über seinen sechzehn Jahre älteren Bruder zu schreiben, der sich 1942 freiwillig zur SS-Totenkopfdivision gemeldet hatte und nicht mehr zurückkehrte. Der Neunzehnjährige lebt weiter in der Trauer der Eltern, ihren Erzählungen, den sprachlichen Wendungen, die für sein Schicksal bemüht wurden, aber auch in den Träumen des jüngeren Bruders, der kaum eigene Erinnerungen an ihn hat. Warum wurden diese Träume nach einem halben Jahrhundert immer drängender? Der Impuls, über den Bruder zu schreiben, sich ein Bild von ihm zu machen, von seiner Generation im Nazikrieg, erwächst bei Uwe Timm auch aus der Notwendigkeit, über die Voraussetzungen der eigenen Biographie Klarheit zu gewinnen. Es ist die Frage nach familiären Prägungen, nach Werten und Erziehungszielen, nach Liebe, Nähe und Respekt unter den Bedingungen des nationalsozialistischen Zivilisationsbruchs. Warum hat sich der Bruder freiwillig zur SS gemeldet? Wie ging er mit der Verpflichtung zum Töten um? Welche Optionen hatte er, welche Möglichkeiten blieben ihm verschlossen? Wo ist der Ort der Schuld, wo der des Gewissens bei den Eltern, die ihn überlebt haben?

Leseprobe

 

Pressestimmen zu „Am Beispiel meines Bruders“

„Die Jungen sollten es lesen, um zu lernen, die Alten um sich zu erinnern, und alle, weil es gute Literatur ist.“ (Elke Heidenreich)

„Ein künftiger Klassiker seines Genres … Nüchterner und liebevoller, zarter und unerbittlicher ist über die deutsche Vergangenheit selten geschrieben worden.“ 
(Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Ein überaus wichtiges Buch.“ (Klaus Siblewski, Frankfurter Rundschau)

„(…) Eine größere Harmonie zwischen der Nähe subjektiv-identifikatorischer Aneignung und der Distanz historischer Beurteilung, mithin Poesie und Aufklärung ist kaum denkbar.“ (Ursula März, Die Zeit)

 

Autorenseite von Uwe Timm auf dtv

 

 

 

 

 

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner und dem Lëtzebuerger Germaniste Verband anlässlich des 25 jährigen Bestehens des LGV mitUnterstützung des Centre Culturel de Rencontre Neumünster

 

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