10.10.2012 um 20:30 Uhr
Cinémathèque der Stadt Luxemburg, 17 place du Théâtre, Luxemburg

Verboten! Der Fall der Kaninchenfilme – Spur der Steine (Frank Beyer – DDR 1966)

Verboten! Der Fall der Kaninchenfilme – Spur der Steine (Frank Beyer – DDR 1966)

 

 

Spur der Steine

Film

10. Oktober 2012   –  20:30 Uhr

Cinémathèque der Stadt Luxemburg


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von Frank Beyer

mit Manfred Krug, Krystyna Stypułkowska, Eberhard Esche

DDR 1966, s/w, OmU, 129 Min.

 

Filmausschnitt aus Spur der Steine von Frank Beyer

 

Auf einer Großbaustelle in der DDR, auf der der ruppige Zimmermann Hannes Balla und seine Brigade ein anarchisches Dasein führen, gerät der gewohnte Gang der Dinge aus dem Lot, als eine attraktive Ingenieurin und ein neuer Parteisekretär mit neuen Ideen für frischen Wind sorgen…

„Nachdem beauftragte Agitatoren die Filmaufführungen störten (der im Film dargestellte Anspruch der Partei, sich in alle Lebensbereiche einzumischen, sowie der anarchische Charakter des Hannes Balla, hatten einigen Parteifunktionären missfallen) wird der Film zunächst aus den Kinosälen verbannt und erst 1990 wieder zugelassen. Heute zählt dieser proletarische Western zu den hundert besten deutschen Filmen aller Zeiten.“ (Festival Zoom Arrière, Cinémathèque de Toulouse).

„Die Katastrophe von Babelsberg besiegelte im Sommer 1966 das Verbot von Frank Beyers Film Spur der Steine, der, zunächst als Antwort auf die Filme des Zweifels angesehen, der Machtzentrale schließlich noch gefährlicher erschien. Beyer befasste sich mit den geforderten Themen, aber wie er sie behandelte, war ein Sakrileg: Die Arbeiterklasse triumphierte in dem anarchistischen Brigadier Balla, der seine Leute in den Streik führte gegen Chaos und Bürokratie auf der Großbaustelle. (Manfred Krugs beste DEFA-Rolle, und die besten, am Western orientierten Arbeiterszenen der DEFA.) Die Einheitspartei stellte sich bei ihm dar im unversöhnlichen Kampf zweier Funktionäre, im Widerspruch zwischen Fortschritt und Dogmatismus.“ (Geschichte des deutschen Films, Metzler Verlag 1993)

„Der Film gibt ein verzerrtes Bild von unserer sozialistischen Wirklichkeit, dem Kampf der Arbeiterklasse, ihrer ruhmreichen Partei.“ (Neues Deutschland, 6.7.1966)

 

Film in Originalfassung mit französischen Untertiteln

Eintritt: 3,70 €

Vorverkauf: http://www.luxembourg-ticket.lu  +352 47 08 95 1

Veranstaltungsort: Cinémathèque der Stadt Luxemburg

 Komplettes Programm: hier klicken

Organisiert vom Institut Pierre Werner, der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Luxemburg und der CInémathèque der Stadt Luxemburg

 

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