05.02.2015

Warlam Schalamow

Schalamow

 
Warlam Tichonowitsch Schalamow wird 1907 als Sohn eines orthodoxen Priesters und einer Lehrerin in der nordöstlich von Moskau gelegenen Stadt Wologda geboren. Bereits während seines Studiums an der Juristischen Fakultät der Moskauer Lomonossow-Universität, welches er 1926 aufnimmt, sympathisiert er mit der sowjetischen Linken Opposition. Die Verbreitung von Lenins „Testament“, der Warnung vor Stalin als zukünftigem Generalsekretär, führt 1929 zu seiner ersten Verhaftung. Aufgrund wiederholter „konterrevolutionärer trotzkistischer Tätigkeiten“ verbringt Schalamow anschließend viele Jahre in Gefängnissen, in der Verbannung und im Gulag. Diese Erfahrungen bilden einen wesentlichen Grundstein für seine späteren literarischen Werke. In Werken wie „Erzählungen aus Kolyma“ und „Wischera. Ein Antiroman“ verarbeitet er seine Erinnerungen an die Gefangenschaft und die Zwangsarbeit, der er ausgeliefert wurde. 1953 wird Schalamow aus dem Lager entlassen und kehrt 1956 nach Moskau zurück, wo er 1982 in einer psychiatrischen Heilanstalt stirbt.
 

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