pierre werner

Pierre Werner

1913 – 2002

 

Als Premierminister, aber auch als Finanz- und Kulturminister des Großherzogtums Luxemburg hat Pierre Werner sich zeitlebens für Europa und die europäische Integration eingesetzt.

Aufgrund seines nach ihm benannten “Werner-Plans”, der die Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion vorsah, wird er als “Vater” der gemeinsamen europäischen Währung angesehen. Sein Handeln umfasste zudem auch die Entwicklung einer gemeinsamen Kulturpolitik. Als Verteidiger der kulturellen Identität Luxemburgs – insbesondere durch sein Hinwirken auf die Verabschiedung des Gesetzes von 1984, durch welches Luxemburgisch als Nationalsprache des Großherzogtums festgeschrieben wurde – wusste er den sprachlichen Status quo in Luxemburg zu bewahren, ohne jedoch den beiden offiziellen Sprachen, Französisch und Deutsch, ihren wichtigen Stellenwert im politischen und täglichen Leben des Landes zu gefährden.

Als Mann der Kultur und überzeugter Humanist war er eine treibende Kraft für die kulturelle Annäherung der europäischen Staaten, insbesondere zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg.

1991 veröffentlichte Pierre Werner seine Memoiren unter dem Titel „Itinéraires luxembourgeois et européens. Évolutions et souvenirs 1945-1985″. In der Tradition von Colpach war Pierre Werner ein Visionär des Europas von morgen, sowohl auf politischer, als auch auf ökonomischer und kultureller Ebene.

 

Video von Pierre Werner

mit besonderem Dank an Centre d’études européennes CVCE

 

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