08.10.2013

Martin Walser

Walser

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Martin Walser wurde am 24. März 1927 in Wasserburg am Bodensee geboren. Er studierte Literaturwissenschaften, Geschichte und Philosophie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Regensburg und an der Universität Tübingen. Von 1949 bis 1957 arbeitete er beim Süddeutschen Rundfunk. Der deutsche Schriftsteller ist vor allem bekannt als Erzähler. Viele seiner Geschichten beschreiben satirisch die Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland anhand des Innenlebens seiner Buchhelden. Darüber hinaus ist er ein exzellenter Essayist. Er ist, neben Günter Grass und Heinrich Böll, einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schriftsteller der Nachkriegszeit.

1953 wurde er Mitglied in dem demokratischen Schriftsteller- und Publizistenzusammenschluss „Gruppe 47“ und erhielt 1955 den Preis der Gruppe 47 für sein Erzählstück „Templones Ende“. Für seinen Erstlingsroman „Ehen in Philippsburg“ (Suhrkamp, 1957) erhielt Walser noch im Erscheinungsjahr den Hermann-Hesse-Preis. Walser lebte von da an mit seiner Familie als freier Schriftsteller erst in Friedrichshafen und dann in Nußdorf am Bodensee. Neben zahlreichen Romanen, wie zum Beispiel „Ein fliehendes Pferd“ (Suhrkamp, 1978), „Brandung“ (Suhrkamp, 1985) und „Ein liebender Mann“ (Rowohlt, 2008) schrieb er auch Hörspiele und Theaterstücke.

Martin Walsers Werk wurde mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Georg Büchner Preis (1981), der Carl-Zuckmayer-Medaille (1990) und dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels (1998). Außerdem wurde er mit dem Orden „Pour le Mérite“ (1993) ausgezeichnet und zum „Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres“ ernannt.

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