01.03.2013

Alberto Manguel

Manguel

 

Ausgehend von den Lektüren seiner Kindheit, zu denen Lewis Carroll, Robert Louis Stevenson und Enid Blyton zählten, zeichnet Alberto Manguel überaus spannend die Kulturgeschichte des Lesens von der Antike bis heute nach. Dabei geht er nicht chronologisch, sondern primär intuitiv vor, da Lesen für ihn immer mit dem Zufall verknüpft ist. Auch in seinem Essayband »Into the Looking Glass Wood« (1998; dt. »Im Spiegelreich«, 1999) setzt er sich mit dem Lesen auseinander, denn „was unverändert bleibt, ist meine Lust zu lesen, das Buch in der Hand zu halten und plötzlich dieses eigenartige Gefühl des Staunens, des Erkennens zu spüren, den Schauder oder die Wärme, die eine gewisse Abfolge von Wörtern manchmal ohne ersichtlichen Grund in uns erzeugt“. 2005 veröffentlichte Manguel auf Spanisch den Erzählband »El regreso« (2005; Ü: Die Rückkehr) über einen militanten Politiker, der nach dreißig Jahren im Exil in seine alte Heimat zurückkehrt. Seine über 30.000 Bände umfassende Bibliothek wurde zum Ausgangspunkt für sein Buch »The Library at Night» (2007; dt. »Die Bibliothek bei Nacht«, 2007), einen Streifzug durch reale und fiktive Bibliotheken auf der ganzen Welt. 2008 erschien »Todos los hombres son mentirosos« (dt. »Alle Menschen lügen«, 2010), eine melancholische Komödie über die Ambivalenz von Lüge und Wahrheit vor dem Hintergrund von Diktaturerfahrungen.

 

mehr zu Alberto Manguel: http://www.alberto.manguel.com

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