15.10.2012 um 20:30 Uhr
Cinémathèque der Stadt Luxemburg, 17 place du Théâtre, Luxemburg

Verboten! Der Fall der Kaninchenfilme – Das Kaninchen bin ich (Kurt Maetzig – DDR 1965) mit einer Einführung des französischen Historikers Cyril Buffet

Verboten! Der Fall der Kaninchenfilme – Das Kaninchen bin ich  (Kurt Maetzig – DDR 1965) mit einer Einführung des französischen Historikers Cyril Buffet

 Das Kaninchen bin ich

von Kurt Maetzig, DDR 1965, s/w, OmU, 110 Min.
mit Angelika Waller, Alfred Müller, Ilse Voigt

15. Oktober 2012  –  20:30 Uhr

Cinémathèque der Stadt Luxemburg

mit einer 20-minütigen Einführung durch den französischen Historiker Cyril Buffet mit deutscher Simultanübersetzung.

Ost-Berlin nach dem Mauerbau: Eine junge Frau, die nach der Verurteilung ihres Bruders wegen „staatsgefährdender Hetze“ keine Zulassung zum Studium erhält, muss sich als Kellnerin durchschalgen. Zufällig verliebt sie sich in den Richter, der ihren Bruder verurteilte, und kollidiert durch ihre spontane Natürlichkeit mit einer Umwelt, die in verkrusteten sozialen Normen und „sozialisitschen“ Haltungen verharrt.

„Der Film Das Kaninchen bin ich steht sinnbildlich für die kurze Phase der Liberalisierung der DDR nach dem Mauerbau, die durch das fast vollständige Verbot der gesamten Filmproduktion eines Jahres, im Dezember 1965, brutal beendet wurde. Der Regisseur dieses Filmes, Kurt Maetzig, der vor Kurzem im Alter von 101 Jahren verstarb, steht für die Generation der Begründer des ostdeutschen Sozialismus. Nachdem er lange der führende Propagandist des sozialistischen Realismus’ war, begann er sich einer differenzierteren Herangehensweise zuzuwenden und versuchte seinen Teil zur inneren Erneuerung der DDR beizusteuern, indem er sich mit dem Justizsystem beschäftigte. Das Verbot seines Filmes jedoch machte aus ihm einen gebrochenen Mann und beendete seine Karriere.“ (Cyril Buffet)

Biografische Informationen zu Kurt Maetzig.

 

 Ausschnitt aus Kurt Maetzigs Das Kaninchen bin ich

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Film in Originalfassung mit französischen Untertiteln

Eintritt: 3,70 €

Vorverkauf: http://www.luxembourg-ticket.lu  +352 47 08 95 1

Veranstaltungsort:
Cinémathèque der Stadt Luxemburg
17, place du Théâtre
Luxemburg

 

 

Komplettes Programm: hier klicken

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner, der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Luxemburg und der CInémathèque der Stadt Luxemburg im Rahmen des Deutsch-Französischen Jahres

 

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