19.06.2019 um 19:00 Uhr
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxembourg-Grund

Literatur unter acht Augen – Internationale Kritikerrunde

Literatur unter acht Augen – Internationale Kritikerrunde

Literatur unter acht Augen – Internationale Kritikerrunde

Iris Radisch (Die Zeit), William Irigoyen (ARTE), Jérôme Jaminet (Journal), Jeff Schinker (Tageblatt)

Mittwoch, 19. Juni 2019
19:00 Uhr

Abtei Neumünster

In deutscher und französischer Sprache

Eintritt 10 € | 5 € | 1,50 €

Ferien und Lesen gehört zusammen. Kurz vor den Sommerferien empfehlen daher vier renommierte Literaturkritiker aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg ihr Buch der Stunde. Doch wie sehen es die Kollegen aus dem anderen Land? Freuen Sie sich auf eine anregende, kontroverse und unterhaltsame Diskussion über luxemburgische, deutsche und französische Literatur.

Die vier Literaturexperten Iris Radisch (DIE ZEIT), William Irigoyen (ARTE), Jérôme Jaminet (Journal) und Jeff Schinker (Tagesblatt) debattieren über die aktuellen Bücher von Anja Di Bartolomeo, Yves Ravey, Andreas Maier und Tom Reisen.

Eugénie Anselin und Nickel Bösenberg werden Auszüge aus den Werken vortragen.

 

Anja Di Bartolomeo, „Nicht zu spät“, Op der Lay Verlag, 2019 

Zu spät. Nicht zu spät. Oder vielleicht doch zu früh? Kann es eigentlich je zu spät sein? Anja Di Bartolomeos Erzählungen beleuchten die unterschiedlichen Aspekte einer häufig leicht dahingesagten Floskel. Und lassen den Leser am Ende selbst entscheiden.

Andreas Maier, „Die Familie“, Suhrkamp Verlag, erscheint am 15. Juni 2019 

Andreas Maier schildert in hochkomischer und abgründiger Weise die komplette Selbstzerstörung eines Familien-Idylls.

Yves Ravey, „Pas Dupe“, éditions de Minuit, 2019 

Tippi, die Frau von Herr Meyer wird tot am Fuße einer Schlucht in den Trümmern seines Autos aufgefunden. Inspektor Costa untersucht: Unfall, Selbstmord oder Mord? Ein „Roman noir“,  der zeigt, dass Intimität trügerisch sein kann. Jeder scheint die Geheimnisse des anderen zu kennen, was den Leser in Zweifel zieht, während der Inspektor geduldig sein Netz webt, das den Täter einfängt.

Tom Reisen, „Les Bulles“, éditions Hydre, 2018 

Neun Geschichten, neun Charaktere, die sich in derselben Stadt entwickeln: New York. Jeder von ihnen lebt in seiner eigenen Blase, die sowohl eine Lüge als auch eine Einsamkeit bewahrt. Bis zu dem Tag, an dem ein Ereignis – ein tragischer Unfall oder eine triviale Begegnung – es zur Explosion bringt.

 


Iris Radisch ist eine deutsche Literaturkritikerin (Die Zeit).  Sie war Mitglied des Literarischen Quartetts mit Marcel Reich-Ranicki, Juryvorsitzende des Ingeborg-Bachmann-Preises und moderierte für SF1 und 3sat den Literaturclub. Seit 2013 ist sie Leiterin des Feuilletons der Wochenzeitung Die Zeit.

William Irigoyen, 1970 geboren, lebt als Journalist (Lire, Geo Histoire, Radio espace 2) und Moderator in Straßburg. Seit 2012 präsentiert er das internationale Reportermagazin „Reportage“ auf Arte.

Jérôme Jaminet ist ein luxemburgischer Lehrer, Literaturvermittler und Literaturkritiker (SWR2, Spiegel Online, den Wiener Standard und die Berliner Tageszeitung). Seit 2018 ist er verantwortlich für die Literaturrubrik LesBar im Lëtzebuerger Journal.

Jeff Schinker arbeitet als Journalist und Autor in Luxemburg. 2016 wird er Leiter der Kulturredaktion der Luxemburger Tageszeitung Tageblatt. Er veröffentlichte 2015 die Novelle „Retrouvailles“ (Hydre éd.) und 2018 den Erzählband „Sabotage“ (ebd.). Letzterer wurde für die Shortlist des Prix Servais 2019 nominiert.

Mit Unterstützung von neimënster

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