12.05.2016 um 19:00 Uhr
Saal J. Ensch, Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Literatur und Politik – Mathias Enard und Navid Kermani im Gespräch

Literatur und Politik – Mathias Enard und Navid Kermani im Gespräch

Literatur und Politik

Mathias Enard und Navid Kermani im Gespräch

mit Guy Helminger

Donnerstag, 12. Mai 2016
19:00 Uhr

Abtei Neumünster

in deutscher und französischer Sprache mit Simultanübersetzung

10€ / 5€

Tickets: www.neimenster.lu / +352 262052-444

 

Der deutsch-iranische Schriftsteller („Unglaubliches Staunen. Über das Christentum”) und aktuelle Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels Navid Kermani gilt als einer der bedeutendsten Intellektuellen Deutschlands. Durch seine Sachbücher über den Koran und das Christentum, seine Romane über Grundfragen der menschlichen Existenz und seine Reportagen aus den Kriegsgebieten des Nahen und Mittleren Ostens bietet er seinen Lesern einen Perspektivwechsel zwischen zwei Kulturen, ermöglicht das „Verständnis für andere Kulturen und verändert unsere Sichtweise auf uns selbst“ (Außenminister Frank-Walter Steinmeier). In seiner im Januar erschienenen Reportage „Einbruch der Wirklichkeit. Auf dem Flüchtlingstreck durch Europa“ (C.H. Beck) berichtet er davon, warum die Welt der Krisen und Konflikte, die wir weit vor den Toren Europas wähnten, plötzlich auch unsere Welt ist.

Auch der französische Schriftsteller Mathias Enard ist ein ebenso kritischer wie emphatischer Grenzgänger zwischen Ost und West. Er studierte Kunstgeschichte, die persische und arabische Literatur, arbeitete für das Rote Kreuz im Libanon, als dort Krieg herrschte, und reiste immer wieder in den Mittleren und Nahen Osten. Sein Ideal ist es, eine enzyklopädische und somit die Welt erklärende Literatur zu schreiben. Für sein Buch Boussole (deutsch: Kompass) über das Bild des Orients in der westlichen Welt erhielt Enard 2015 den renommiertesten Literaturpreis Frankreichs, den Prix Goncourt.

Unter Leitung des luxemburgischen Schriftstellers Guy Helminger diskutieren Navid Kermani und Mathias Enard über Europa, Politik und Literatur.

 

Pressestimmen aus Luxemburg

Das Luxemburger Wort über die Veranstaltung.

Das Tageblatt im Interview mit Navid Kermani. Hierzu die Seiten 1 und 2 der vollständigen Printversion.

Mathias Enard im Gespräch mit Radio 100,7.

Navid Kermani im Gespräch mit Radio 100,7 (Teil 1Teil 2)

Interviews mit Guy Helminger und Navid Kermani sowie Reportagen über den Abend von RTL finden Sie hier.

 

Navid Kermani, geboren 1967 in Siegen, lebt als freier Schriftsteller in Köln. Er ist habilitierter Orientalist, Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung sowie der Hamburger Akademie der Wissenschaften. 
Mehr

Mathias Énard, geboren 1972, studierte am Institut national des langues et civilisations orientales (INALCO) in Paris die arabische und persische Sprache. Mehr

Guy Helminger, geboren 1963 in Esch/Alzette, lebt seit 1985 in Köln. Er studierte Germanistik und Philosophie in Luxemburg, Heidelberg und Köln. Mehr

Navid Kermani im Porträt auf arte

Navid Kermani im Porträt des Goethe-Instituts

Hier ein Interview des Goethe-Instituts mit Navid Kermani.

 

Pressestimmen zu „Einbruch der Wirklichkeit“

“In der literarischen Reportage ‚Einbruch der Wirklichkeit‘ zeigt Navid Kermani, wie ein ernst zu nehmender gesellschaftlicher Diskurs über Migration aussehen könnte.” (Mehr) – Marko Martin, Deutschlandradio Kultur

„Das eigentlich Bedeutsame dieser Reportage sind die vielen Fragen, die Kermani dem Leser stellt, und die jeder Leser selbst – angesichts der Flüchtlingskrise und der von ihr ausgelösten politischen Verwerfungen, angesichts von zunehmendem Hass und grassierender Angst – wird beantworten müssen.“ – Friedrich Graf von Westphalen, Die Tagespost
 
„Meisterhaft.“ – Joachim Frank, Frankfurter Rundschau, 12. Februar 2016

 

Pressestimmen zu „Unglaubliches Staunen“

„Es ist möglich, auch entspannt und gerade deshalb inspirierend über den Glauben zu schreiben (…) Dieses Buch überwindet Grenzen.“ – Johann Hinrich Claussen, Süddeutsche Zeitung

„Ein Augenöffner. […] bringt das Christentum einem Publikum näher, dem die vermeintlich eigene Religion längst fremd geworden ist.“ – René Aguigah, Cicero, Oktober 2015

„Auch in diesem Buch berückt der unverwechselbare Ton der langen, melodiösen Sätze, in dem Kermanis Vertrautheit mit den größten Sprachkünstlern der deutschen Klassik ebenso anklingt wie sein Umgang mit nahöstlicher Atem- und Rezitationstechnik: Der Text drängt auf, laut gelesen zu werden.“ – Thomas Leitner, Falter

„Diese vierzig Bildbeschreibungen zu Schlüsselwerken christlicher Kunst sind das schönste Buch, das je auf einer deutschen Bestsellerliste stand.“ – Denis Scheck, Druckfrisch

 

Pressestimmen zu „Boussole“

„Das besondere an Mathias Énard ist, dass er tatsächlich die Welten verbindet. (…) Das ist sein Weg, die Welt zu denken, die beiden Seiten des Mittelmeers nicht mehr zu trennen.” (Mehr)Barbara Wahlster, Deutschlandradio Kultur  

„(…) Knapp 400 Seiten in brillanter Sprache, manchmal etwas bildungshuberisch, „gelehrt“ und abschweifend, oft fein ironisch. Énard eröffnet ein Universum, das von europäischen Orientreisenden bevölkert ist – vom 19. Jahrhundert bis heute.“ (Mehr)Dirk Fuhrig, Deutschlandradio Kultur

 

Navid Kermanis Rede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels


Mathias Enard über sein Buch Boussole

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner
in Zusammenarbeit mit der Key Research Area MIS – Multilingualism and Intercultural Studies (Universität Luxemburg)

mit Unterstützung von neimënster

Bilder: Kermani: © Bogenberger / autorenfotos.com ; Enard: © Mark Melki

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