10.07.2012
Abtei Neumünster - Luxemburg

Friedrich Christian Delius – Lesung und Gespräch mit Klaus Reichert

Lesung und Gespräch
Friedrich Christian Delius – Lesung und Gespräch mit Klaus Reichert

 

 Friedrich Christian Delius

Lesung und Gespräch mit Klaus Reichert

10. Juli 2012

 

 

In Zusammenarbeit mit der hessischen Landesvertretung in Brüssel und mit Unterstützung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, lud das Institut Pierre Werner den Träger des Georg-Büchner Preises 2011, Friedrich Christian Delius, zu einer Lesung nach Luxemburg ein.

Der Autor las aus seinem letzten Roman „Die Frau, für die ich den Computer erfand“ (Rowohlt, 2009) und diskutierte anschließend mit Prof. Dr. Klaus Reichert, Ehrenpräsident der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der hessischen Landesvertretung bei der EU und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung mit Unterstützung des CCRN 

Begrüßung

Im Anschluss an die Begrüßungsrede von Diane Krüger, stellvertretende Leiterin des Instituts Pierre Werner, betont Jörg-Uwe Hahn, hessischer Minister für Justiz, Integration und Europa, die bedeutende Rolle seines Bundeslandes – in dem Georg Büchner geboren wurde – in kultureller Hinsicht. Joachim Schemel, Gesandter der deutschen Botschaft in Luxemburg, hebt in seiner Rede die Bedeutung der kulturellen Beziehungen zwischen den deutschen Bundesländern mit dem Land Luxemburg hervor. Prof. Dr. Klaus Reichert, Ehrenpräsident der Deutschen Akademie, würdigt schließlich den Schriftsteller in seiner Laudatio als „politisch-analytischen Denker“.

 

Lesung

Friedrich Christian Delius liest aus seinem Roman „Die Frau, für die ich den Computer erfand“. Dieser handelt von dem deutschen Erfinder Konrad Zuse (1910 – 1995), der in den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts den Computer erfand. Der Autor lässt seinen Protagonisten in einem fiktiven Monolog von den bescheidenen Anfängen seiner Arbeit 1936 im Wohnzimmer seiner Eltern in Berlin, von den Schwierigkeiten während des Krieges und den Enttäuschungen danach erzählen.

 

 

 

Ausgewählte Audio-Ausschnitte der Lesung

Ausschnitt 1: Die Unverschämtheit des Alters

 

 

 

Ausschnitt 2: Tüfteln im Wohnzimmer

 

 

 

Ausschnitt 3: Silicon Valley vs. Fulda-Valley

 

 

 

Gespräch zwischen Friedrich Christian Delius und Prof. Dr. Reichert

 

Im Gespräch mit Herrn Prof. Dr. Reichert geht Friedrich Christian Delius zunächst auf die Notwendigkeit von Liebe bzw. Erotik in der Wissenschaft ein. Anschließend kommen die Gesprächspartner auf das, was oft als eine anmutige Begleiterscheinung des Alterns gesehen wird, zu sprechen – ein zunehmend uneingeschränktes Freiheitsgefühl.

Über die Rolle von Literatur im Allgemeinen sind sich Moderator und Autor einig: Sie sei tragfähiger als eine reine Ansammlung von Fakten, da diesen beim Schreiben das „gewisse Etwas“ hinzugefügt werde. Hiermit wäre eine gewisse Überlegenheit der Literatur über dem Realen begründet.

 

 

 

Apfelweinempfang und Signaturen

Im Anschluss an die Lesung lud die Vertretung des Landes Hessen bei der Europäischen Union zu einem Empfang ein. Bei hessischem Apfelwein konnten die Gäste Werke des Autors erwerben und diese vom Autor signieren lassen.

 

Im Anschluss an die Veranstaltung nahm sich der Autor noch Zeit für ein paar Signaturen - zur großen Freude seiner Leser

 

Radio 100,7 – Interview mit Friedrich Christian Delius in der Sendung Rendez-vous man Buch vom 14.7.2012*


*Ankündigung in luxemburgischer, Interview in deutscher Sprache

 

Biographische Elemente

Links
Webseite von F. C. Delius

Rezensionen zu „Als die Bücher noch geholfen haben“:
Spiegel

Deutschandradio Kultur

 

 

 

 

 

 

 

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