13.12.2012 um 18:30 Uhr
Abtei Neumünster, Raum J. Ensch

Klaus-Michael Bogdal – Europa erfindet die Zigeuner – Lesung und Gespräch

Organisiert vom Institut Pierre Werner und der Universität Luxemburg mit freundlicher Unterstützung des CCRN
Klaus-Michael Bogdal – Europa erfindet die Zigeuner – Lesung und Gespräch

Klaus-Michael Bogdal
 – Europa erfindet die Zigeuner

Lesung und Gespräch mit Christophe Langenbrink, Luxemburger Wort

13. Dezember 2012

 

Die Geschichte der Zigeuner in Europa ist eine Geschichte von Faszination und Verachtung. Geborene Diebe und Lügner, Gefährten des Satans, Waldmenschen, unzähmbare Wilde, eine Bande von Asozialen … Das sind nur einige der Zuschreibungen, mit denen die Romvölker Europas in den letzten 600 Jahren ausgegrenzt wurden.

Wie es möglich wurde, dass jahrhundertealter Hass in einem Spannungsverhältnis von Faszination und Verachtung sich bis heute halten konnte, zeigt Klaus-Michael Bogdal in seinem Buch „Europa erfindet die Zigeuner“ zum ersten Mal im europäischen Vergleich.

Im Rahmen der Reihe „Kultur und Politik – Politik und Kultur“ hat er aus seinem Buch gelesen und mit Christophe Langenbrink vom Luxemburger Wort diskutiert.

Einführung: Georg Mein, Universität Luxemburg

 

Lesung aus dem Buch „Europa erfindet die Zigeuner“

Christophe Langenbrink wurde 1969 in Sélestat im Elsass geboren. Er wuchs in Karlsruhe auf, wo er seine gesammte Schulzeit verbrachte. Er besitzt die deutsche und die französische Staatsbürgerschaft. Nach seinem Studium der Politikwissenschaften, der interkulturellen Kommunikation und der Romanistik in Saarbrücken und Quebec übernahm er  bis 2004 die Stelle des Generalsekretärs einer Nichtregierungsorganisation, die Fédération internationale der Maison de l’Europe (FIME). Berufsbegleitend absolvierte er ein MBA am Europa Institut der Universität des Saarlandes. Zur Zeit arbeitet er als Redakteur und Journalist beim Luxemburger Wort mit Schwerpunkt auf internationale Politik und Großregion.

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Biographie des Autors

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Gespräch mit Christophe Langenbrink 

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Interview mit Klaus-Michael Bogdal

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Pressestimmen:

„Klaus-Michael Bogdals Buch ist für das Verständnis der gegenwärtigen Situation der Roma in Europa und deren Hintergründe unentbehrlich. Man möchte hoffen, dass es seinen Weg in den Geschichtsunterricht und auf den Schreibtisch von Politikern findet – denn, wie Bogdal so treffend bemerkt, der europäischen Kultur ist die Fähigkeit zur Entzivilisierung noch nicht abhandengekommen.“ (Cia Rinne, taz. die tageszeitung)

„Bogdals Buch (…) ist nicht nur politisch alarmierend, sondern auch intellektuell elektrisierend.“ (Der Tagesspiegel)

„Bogdal ist trotz der im Untersuchungsgegenstand angelegten Wiederholungen von Zigeuner-Klischeebildern eine höchst differenzierte, gänzlich unkitschige und zuweilen mitreißende Studie gelungen (…)“ (FAZ) mehr

„Sein Buch über die literarische Rezeption der Sinti und Roma vom Spätmittelalter bis heute hat das Zeug zu einem Standardwerk.“ (DRadio Kultur) mehr

„Diese Studie liest sich…anregend klar, bereichernd, oft beschämend, wenn etwa der Bundesgerichtshof 1956 Verfolgungen der ›Zigeuner‹ als ›sicherheitspolitische und kriminalpräventive‹ Maßnahmen gegenüber ›primitiven Urmenschen‹ bewertet.“ (Die Zeit)

Buchkritik von SWR2: http://swrmediathek.de/player.htm?show=07fea5c0-3df0-11e1-8746-0026b975f2e6

 

Mehr zum Buch

 

Die Veranstaltung wurde organisiert vom Institut Pierre Werner und der Universität Luxemburg mit freundlicher Unterstützung des Centre Culturel de Rencontre Neumünster.

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