11.07.2013 um 18:30 Uhr
Cerlce Cité, Auditorium Cité, 3 rue Genistre, Luxemburg

Katja Lange-Müller – Lesung „Böse Schafe“ und Gespräch

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der Cité Bibliothèque.
Katja Lange-Müller – Lesung „Böse Schafe“ und Gespräch

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Katja Lange-Müller

Lesung aus „Böse Schafe“

und Gespräch mit Janina Strötgen

 Donnerstag, 11. Juli 2013
18:30 Uhr

 

Die bekannte Berliner Schriftstellerin Katja Lange-Müller las Auszüge aus ihrem neusten Roman „Böse Schafe“. Ihre Texte zeichnen sich durch feinsinnigen Sprachwitz und tiefempfundene Menschlichkeit aus. Oft handeln ihre Geschichten von Außenseitern der Gesellschaft, deren Schicksale sie in liebevoller und der ihr eigenen, manchmal auch schnoddrig anmutenden Weise beschreibt. „Geschichten von der nicht so richtig putzigen, eher weniger salonfähigen Art“, nennt Katja Lange-Müller ihre Vorgehensweise. Liebe zum Detail und die Fähigkeit, auf knappstem Raum Sprache zu entfalten, ist neben der Ironie wichtigstes Handwerkszeug der Autorin. Im Anschluss an die Lesung unterhielt sich Katja Lange-Müller mit Janina Strötgen, Journalistin der luxemburgischen Tageszeitung Tageblatt.

Pressestimmen

Tageblatt vom 11.07.2013

 


Langversion

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Böse Schafe (KiWi, 2007)

Westberlin im Jahr 1987: Soja, gelernte Setzerin, Republikflüchtling, Aushilfsblumenhändlerin mit weitem Herzen, trifft Harry, groß, frei, still-entschlossen, abgründige Vergangenheit, düstere Zukunft. Und fortan bestimmt sein Schicksal ihr Leben.

Geblieben ist ein Schulheft mit undatierten Einträgen, genau neunundachtzig Sätze, in denen Harry festhielt, was ihn beschäftigte, während er mit Soja zusammen war. Vieles kommt vor, eine fehlt: Soja. Jahre später macht sie sich daran, die gemeinsame Geschichte zu erzählen und die Leerstelle zu füllen, die Harry hinterließ. Sie erinnert sich an den Mann, der sie durch seine Entschiedenheit beeindruckt, gleich anfangs mit einem Geschenk verstört und ihr Herz mit einem Kinderkuss erobert hat – und um den sie sich leidenschaftlich und wider alle Vernunft bemüht.

Obwohl er sich in jeder Hinsicht bedeckt hält, gibt Harry einiges preis: nach einem Raubüberfall zehn Jahre im Knast, auf Bewährung draußen, Bewährungsauflagen verletzt, weil Drogentherapie abgebrochen, angewiesen auf neue Maßnahme, sonst umgehende Inhaftierung. Und das bringt Soja nicht gegen ihn auf, sondern auf Trab. Sie organisiert eine neue Therapie, verpflichtet ihre wenigen Freunde zu einer lückenlosen Begleitung und ignoriert doch alle Indizien dafür, dass Harry ihr manches verschwiegen hat. Und tatsächlich dauert es nicht lange, bis die nächste Bombe platzt.

Katja Lange-Müller, vielfach ausgezeichnete Meisterin der Erzählung, greift dem Leser mit diesem lange erwarteten Roman ans Herz: Einfühlsam, komisch und in einer melancholischen Tonlage erzählt sie davon, wie eine unglückliche Liebesgeschichte das größte Glück im Leben sein kann und liefert fast nebenbei ein atmosphärisch dichtes Porträt des geteilten, stillstehenden Berlins der 80er-Jahre.

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Katja Lange-Müller über ihr Buch „Böse Schafe“:

 

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Pressestimmen

„Katja Lange-Müller reiht sich mit Böse Schafe endgültig unter die bedeutendsten deutschen Gegenwartsautoren ein.“ (NDR)

„Dieses Buch selbst ist ein Glück…eine jener großen Liebesgeschichten, wie sie in der Literatur aller Zeiten rar waren und sind.“ (Der Spiegel, Ingo Schulze)

„Am Ende dieses so hinreissenden wie anrührenden Romans angelangt, möchte man – allein, um der Erzählerin noch eine Weile zuhören zu können – gleich wieder von vorne beginnen.“ (Neue Zürcher Zeitung)

„Katja Lange-Müller hat nicht nur ein berührendes, sie hat ein sprachlich hochwertiges Buch geschrieben.“ (Salzburger Nachrichten)

 

Katja Lange-Müller im Interview für die Frankfurter Allgemeine Zeitung: Wie wahr muss Literatur sein?

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der Cité Bibliothèque und mit Unterstützung des Cercle-Cité und der Universität des Saarlandes

 

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