27.06.2017 um 19:00 Uhr
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Karl Heinz Bohrer – Lesung und Gespräch

Karl Heinz Bohrer – Lesung und Gespräch

Karl Heinz Bohrer

Jetzt. Geschichte meines Abenteuers mit der Phantasie

Lesung und Gespräch

mit Ingrid Gilcher-Holtey (Universität Bielefeld)

Dienstag, 27. Juni 2017
19:00 Uhr

Abtei Neumünster

In deutscher Sprache

10€ | 5€ | 1,50€ (Kulturpass)

Tickets: www.neimenster.lu / +352 26 20 52-444

Ob als Leiter des FAZ-Literaturfeuilletons, Herausgeber des Merkur oder Hochschullehrer und Literaturwissenschaftler: Karl Heinz Bohrer hat als streitbarer und wirkmächtiger Intellektueller die Geschichte (nicht nur) der Bundesrepublik auf nachdrückliche Weise begleitet und geprägt. Seine soeben erschienene „Jetzt“ betitelte „Geschichte meines Abenteuers mit der Phantasie“ (Suhrkamp, 2017) belegt auf unnachahmliche Weise den Rang dieses Ausnahmeintellektuellen.

In neun Kapiteln spannt Bohrer mit seinem Buch den Bogen seiner Lebensgeschichte seit den späten sechziger Jahren: vom Konflikt mit der „FAZ“ und seiner Freundschaft mit Ulrike Meinhof über die realistisch-hochsubjektiven Erfahrungen seiner langjährigen Aufenthalte und universitären Engagements in Frankreich, England und den USA bis hin zum kompromisslosen Rundumblick auf die augenblickliche „Lage“. Scharf geschnittene Porträts von Weggefährten und Freunden, erbitterten Gegnern und geliebten Frauen wechseln mit intellektuellen Abenteuern und erotischen Eskapaden. Es ist die Sucht nach Fremdheit und „Differenz“, die den Erzähler vorantreibt, unbeirrbar in seiner Erwartung, dass die banale Gegenwart umschlägt in das phantastische Jetzt.

Bohrer wird am 27. Juni am IPW aus seinem Buch lesen und im Anschluss mit der Zeithistorikerin Ingrid Gilcher-Holtey (Universität Bielefeld) darüber sprechen. Am 28. Juni wird er zudem einen Vortrag an der Universität Luxemburg halten.

Video zur Buchmesse Leipzig: Karl Heinz Bohrer – „Jetzt“

Artikel auf faz.net über Karl Heinz Bohrers „Jetzt“

Eindrücke vom Abend mit Karl Heinz Bohrer (das komplette Video zur Veranstaltung finden Sie in der Mediathek):

Organisiert vom Institut Pierre Werner 

In Zusammenarbeit mit der Universität Luxemburg und Unterstützung von neimënster

 

Imaginationen des Hasses. Zolas, Maupassants und Flauberts Kriegstexte

Vortrag

Mittwoch, 28. Juni 2017
17:00 Uhr

Universität Luxemburg

Campus Belval: Blackbox (Maison des Sciences Humaines)

In deutscher Sprache

Die Imaginationen des Hasses und des Krieges waren seit jeher ein Mittel poetischer Intensität. Die Darstellungen des Hasses von Zola, Maupassant und Flaubert gegen Preußen-Deutschland wirken noch in unsere Epoche hinein als imaginative Vergegenwärtigung. Das Bild Deutschlands im französischen Bewusstsein ist, soweit es negativ blieb, vor allem durch den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 geprägt. In seinem Vortrag geht der weltweit bekannte Literaturwissenschaftler Karl Heinz Bohrer diesen Imaginationen des Hasses auf den Grund.

 

Karl Heinz Bohrer im Interview mit dem Tageblatt, 28.06.2017.

Artikel des Journal vom 01.07.2017.

© der Fotos auf der Startseite: Jürgen Bauer

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