17.10.2012 um 18:30 Uhr
Raum José Ensch, Abtei Neumünster 28, rue de Münster, Luxemburg-Grund

Jean-Marie Schaeffer – Figures de l’homme – Konferenz

Jean-Marie Schaeffer – Figures de l’homme – Konferenz

Jean-Marie Schaeffer

Figures de l’homme

Vortrag

Mittwoch, 17. Oktober 2012

Vortrag im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung zum 50. Geburtstag der Section Arts et Lettres des Institut grand-ducal

 

Jean Marie Schaeffer

Der gebürtige Luxemburger Jean-Marie Schaeffer (1952) ist Forschungdirektor am CNRS in Paris, sowie Studiendirektor an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales. Er ist bekannt für seine Arbeiten im Bereich der Ästhetik. Für einen Philosophen wie Schaeffer heißt das, Traditionen, Mythen und jeglichen Vorurteilen radikal entgegentreten. In diesen Forschungsbereich sind verschiedenartige Schaffensweisen eingeflossen, ihre Rezeption, bis zur jüngst erschienenen Petite Ecologie des études littéraires (2011). Sein Werk Fin de l’exception humaine (Gallimard, 2007) ist eindeutig ein Kind dieser langjährigen Auseinandersetzung, sozusagen Grund- und Schlussstein: den Menschen auf seine schlichte Natürlichkeit zurückzuführen, ohne ihn darauf zu reduzieren.

 

Das menschliche Antlitz

Für alle uns bekannten Kulturkreise ist das Nachdenken über die Eigenheiten des Menschen von größter Bedeutung. In der westlichen Kultur hat sich damit vor allem, aber nicht ausschließlich, die Philosophie befasst.

Sie war es, auch, die diesen Reflexionsprozess in eine ganz bestimmte Richtung gelenkt hat, und die Fragestellungen dadurch so weit eingrenzt, dass die möglichen Antworten schon im Voraus beschränkt sind.  Erst danach kommen die gegensätzlichen Antworten zustande.

Den häufig von Ratlosigkeit durchsetzen Diskussionen über die menschliche Identität, darüber, was den Menschen vom Tier unterscheidet, oder was Mensch und Tier gemeinsam haben, über die Stellung des Gewissens (phänomenologisch wie reflexiv) oder gar über die Wechselbeziehung zwischen Determinismus und Freiheit, denen wir heutzutage begegnen, liegt eine Unangemessenheit der Fragestellungen zugrunde, die gegenüber den Fragen, die wir uns unter dem Druck der ständigen Wissensanhäufung in Bezug auf die menschliche Entwicklung, die kognitive Struktur der Themen oder gar die Neuropsychologie des bewussten Lebens, stellen müssen, immer sichtbarer wird.

 

Der Vortrag wurde in französischer Sprache gehalten.

 

 

Zusammenfassung des Vortrags

 

 

 

Vortrag in voller Länge

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der Section Arts et Lettres des Institut Grand-Ducal. Mit der freundlichen Unterstützung des CCRN.

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