vom 10.10.2012 bis zum 18.10.2012
Cinémathèque der Stadt Luxemburg, 17 place du Théâtre

Verboten! Der Fall der Kaninchenfilme – Zensierte DDR-Filme aus den 60er Jahren

organisiert vom Institut Pierre Werner, der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Luxemburg und der Cinémathèque der Stadt Luxemburg im Rahmen des Deutsch-Französischen Jahres
Verboten! Der Fall der Kaninchenfilme –      Zensierte DDR-Filme aus den 60er Jahren

Verboten! Der Fall der Kaninchenfilme
Zensierte DDR-Filme aus den 60er Jahren

– in Anwesenheit von Manfred Krug –

10. bis 18. Oktober 2012

Cinémathèque der Stadt Luxemburg

Kaninchenfilme – damit sind keine Tierfilme gemeint, sondern Filme, die in der Hoffnung auf Liberalisierung Mitte der 60er Jahre von der DEFA produziert wurden und eine Demokratisierung der DDR bewirken wollten. Das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED machte diese Hoffnungen zunichte. Die demokratischen Absichten der Filmemacher wurden als staats- und sozialismusfeindlich angesehen. Der erste Film, der aufgrund der daraufhin erneut strengen politischen Kontrolle des Filmsektors durch verboten wurde, war Das Kaninchen bin ich von Kurt Maetzig. Regimekritische Werke hießen fortan inoffiziell Kaninchenfilme. Anlässlich des Todes von Kurt Maetzig im August diesen Jahres zeigen das Institut Pierre Werner, die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Luxemburg und die Cinémathèque der Stadt Luxemburg die drei wichtigsten Kaninchenfilme und laden zu Gesprächen mit Manfred Krug, einem der Hauptdarsteller und späterem Fernsehstar, und dem Historiker Cyril Buffet.

„Das Ergebnis solcher Theorien sind eben ‚Kaninchenfilme‘ der DEFA, wo aus konstruierten Mängeln eine dem Menschen feindliche Umwelt entsteht, in der nur noch Karrieristen, Zweifelnde, Triebhafte, Schnoddrige, Berechnende, Brutale das Leben bestimmen und in einer in Grau und Zerfall gehaltenen Umgebung sich gegenseitig seelisch zerfleischen. Man muss offen sagen, das ist das Ende der Kunst.“
Horst Sindermann, Abgeordneter der DDR-Volkskammer, 1965

 

Komplettes Programm: hier klicken

 

10. Oktober 2012   –  19:00

Vom DDR-Rebell zum Liebling Kreuzberg

Manfred Krug, wie haben Sie’s gemacht?

 

Das einstündige Gespräch beleuchtet die schillernde Lebensgeschichte sowie die facettenreiche Film- und Fernsehkarriere des deutschen Schauspielers, Sängers und Schriftstellers Manfred Krug. Mehr…

In deutscher Sprache mit Simultanübersetzung in französischer Sprache

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Filmreihe

 

10. Oktober 2012   –  20:30

Spur der Steine

Regie: Frank Beyer – DDR 1966 – OmU

 

Auf einer Großbaustelle in der DDR, auf der der ruppige Zimmermann Hannes Balla und seine Brigade ein anarchisches Dasein führen, gerät der gewohnte Gang der Dinge aus dem Lot, als eine attraktive Ingenieurin und ein neuer Parteisekretär mit neuen Ideen für frischen Wind sorgen. Mehr…

 

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15. Oktober 2012   –  20:30

Das Kaninchen bin ich

Regie: Kurt Maetzig – DDR 1965 – OmU

Einführung durch den französischen Historiker Cyril Buffet mit deutscher Simultanübersetzung.

 

Ost-Berlin nach dem Mauerbau: Eine junge Frau, die nach der Verurteilung ihres Bruders wegen ‚staatsgefährdender Hetze’ keine Zulassung zum Studium erhält, muss sich als Kellnerin durchschlagen. Zufällig verliebt sie sich in den Richter, der ihren Bruder verurteilte. Mehr…

 

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18. Oktober   –  18:30

Denk bloß nicht, ich heule

Regie: Frank Vogel – DDR 1965 – OmU

 

Ein verunsicherter und rebellischer 18-jähriger Oberschüler, der von der Schule gewiesen wurde, sucht nach dem Tod seines Vaters nach Orientierung und Fixpunkten in seinem Leben. Mehr…

 

 

 

 

Filme in Originalfassung mit französischen Untertiteln

Eintritt: 3,70 €

Vorverkauf: http://www.luxembourg-ticket.lu  +352 47 08 95 1

Veranstaltungsort: Cinémathèque der Stadt Luxemburg

 

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