12.10.2016 um 19.00 Uhr
Abtei Neumünster, Saal J. Ensch, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

European Angst – Didier Eribon und Heinz Bude – Diskussion

European Angst – Didier Eribon und Heinz Bude – Diskussion

European Angst

Didier Eribon und Heinz Bude

Mittwoch, 12. Oktober 2016
19.00 Uhr

Abtei Neumünster

10€ / 5€

In deutscher und französischer Sprache mit Simultanübersetzung

Tickets: www.neimenster.lu / +352 262052-444

 

Die Stimmung in Europa ist nicht gut. Sie ist geprägt von Gereiztheit, Misstrauen und Angst. Zwei der renommiertesten Soziologen aus Deutschland und Frankreich zeigen einige Gründe dafür auf. Insbesondere diskutieren sie, warum nationalistische und euroskeptische Parteien im Aufwind sind, welchen gesellschaftlichen Entwicklungen sich die Menschen ausgeliefert sehen, wo sie sich verlassen, bevormundet oder übergangen fühlen und die Ratlosigkeit des liberalen, großstädtischen Milieus im Umgang mit der in ihren Augen rückständigen, abgehängten Provinz.

Prof. Dr. Heinz Bude, Jahrgang 1954, ist einer der wirkungsmächtigsten Soziologen Deutschlands. Seine Diagnosen zu Themen wie Armut und Exklusion, die Berliner Republik, die Rolle der Kirchen oder zum Bildungsstand finden ein großes Echo in der Öffentlichkeit und in den überregionalen deutschen Medien. Von 1997 bis 2015 leitete er den Bereich „Die Gesellschaft der Bundesrepublik“ am Hamburger Institut für Sozialforschung, seit 2000 ist er Inhaber des Lehrstuhls für Makrosoziologie an der Universität Kassel. Zu seinen wichtigsten Werken gehören „Bildungspanik. Was unsere Gesellschaft spaltet“ (2011), „Gesellschaft der Angst“ (2014) und „Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen“ (2016).

Didier Eribon, geboren 1953 in Reims, lehrt Soziologie an der Universität von Amiens. Zudem war er als Gastdozent an der Universität Berkeley (USA), in Cambridge und Valencia tätig. Er gilt als einer der wichtigsten öffentlichen Intellektuellen Frankreichs und bezieht regelmäßig Stellung zum politischen Zeitgeschehen. Er ist Autor zahlreicher Werke. Bei Suhrkamp erschien seine vielbeachtete Biografie über Michel Foucault und vor kurzem „Rückkehr nach Reims“, worin er anhand seiner Familiengeschichte das Auseinanderbrechen der französischen Gesellschaft beschreibt. Seit seinem Erscheinen sorgt „Rückkehr nach Reims“ international für Aufsehen.

Didier Eribon in ARTE Metropolis

Pressestimme aus Luxemburg:

Das Tageblatt im Interview mit Heinz Bude

Pressestimmen zu „Rückkehr nach Reims“:

“ein überragend aufschlussreiches, dazu auch menschlich anrührendes Buch” Süddeutsche Zeitung

„Rückkehr nach Reims“ als Buchtipp der SZ

„Respekt vor der existenziellen Wucht dieses Buchs. Lange nichts gelesen, was so anregt, zu Zustimmung, zu Widerspruch“ Die Welt

„Eribon gelingt mit seinem Werk etwas Eindrucksvolles: In der Öffentlichkeit nur in verzerrter Form präsente soziale Erfahrungen werden fassbar, unsichtbare Formen der Gewalt lesbar und sichtbar“ Neue Zürcher Zeitung

„Es kommt nicht so oft vor, dass man einen sozologischen Essay nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil er sich so fesselnd liest wie ein Roman.“ Der Tagesspiegel

„›Rückkehr nach Reims‹ beschreibt die Ratlosigkeit der liberalen, großstädtischen Milieus im Umgang mit der rückständigen, abgehängten, rechts wählenden Provinz. Hellsichtig und düster, wütend und brillant.“ DER SPIEGEL

„Das Buch ist wirklich eine Wucht. Eine ergreifende Biographie und zugleich eine hellsichtig scharfe politisch/soziologische Analyse.“ Martin Lüdke, faustkultur.de August 2016

„In welcher Intensität sich dieser Autor zur Entfaltung seiner Argumentation vor seinem großen Lesepublikum nackt macht, berührt von der ersten bis zur letzten Seite.“ Christian Baron, neues deutschland

Didier Eribon im Gespräch mit der Zeit

Pressestimmen zu „Gesellschaft der Angst“ und „Das Gefühl der Welt. Über die Macht von Stimmungen:

Interview des Spiegel mit Heinz Bude über die 40-jährigen und die „Gesellschaft der Angst“

Interview des Hanser Literaturverlags mit Heinz Bude über „Das Gefühl der Welt“

Interview des SWR2 mit Heinz Bude über die Gesellschaft der Gereizten

Interview des Deutschlandfunks mit Heinz Bude über Extremismus und Hass in der Gesellschaft

Interview der Berliner Zeitung mit Heinz Bude über die gesellschaftliche Unzufriedenheit

Das Deutschlandradio Kultur über Heinz Budes Buch „Das Gefühl der Welt“

Die Welt über Budes neuestes Buch und die „Deutschen in der Stimmungsfalle“

Die Woxx über die „Gefühle der Politik: Die Sprache der Stimmungen“

„Das Gefühl der Welt“ als 3sat Buchtipp

„Das Buch legt den Grundstein für eine neue Auseinandersetzung mit einer so widersprüchlichen wie konfliktreichen Gegenwart.“ Gert Scobel, Philosophie Magazin

„Das Buch ist klug und inspirierend und soll gelesen werden.“ Bodo Morshäuser, Deutschlandradio Kultur

„Wenige deutsche Soziologen haben ein solches Gespür für aktuelle und brisante Themen wie Heinz Bude.“ Ralph Gerstenberg, Deutschlandfunk

„Ein sehr interessantes, anregendes Buch …“ Andrea Gerk, MDR Figaro

 

Die Veranstaltung bietet einen Vorgeschmack auf die zweitägige Konferenz „European Angst“ über Populismus, Extremismus und Europaskepsis in gegenwärtigen europäischen Gesellschaften am 6. und 7. Dezember in Brüssel – organisiert auf Initiative des Goethe-Instituts zusammen mit vier Mitgliedern von EUNIC und BOZAR und mit der freundlichen Unterstützung von European Movement International. Mehr

 

Die Diskussion mit Heinz Bude und Didier Eribon im Institut Pierre Werner zum Nachhören:


Organisiert vom Institut Pierre Werner
mit der Unterstützung von neimënster

Bild Didier Eribon: © Patrice Normand, Opale Leemage / Heinz Bude: © Peter-Andreas Hassiepen, 2016

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