vom 25.04.2017 bis zum 26.04.2017
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Europa und die Reformation. Geschichte, Gesellschaft und Politik

Europa und die Reformation. Geschichte, Gesellschaft und Politik

Europa und die Reformation. Geschichte, Gesellschaft und Politik

Konferenz, Vortrag und Ausstellung

25. April 2017 von 10:00 – 18:15 Uhr
26. April 2017 von 9:30 – 19:00 Uhr

Abtei Neumünster

In deutscher, französischer und englischer Sprache

25. April 2017 um 19:30 Uhr
Abendvortrag von Danielle Cohen-Levinas

Abtei Neumünster

In deutscher und französischer Sprache mit Simultanübersetzung

10€ | 5€ | 1,50€ (Kulturpass)

Tickets: www.neimenster.lu / +352 262052-444

500 Jahre Reformation – 2017 ist das Jahr, in dem die Menschen nicht nur in Deutschland auf das Jahr 1517 zurückschauen, auf das Jahr, in dem Luther seine 95 Thesen erstmals in Umlauf brachte. Mit der Verbreitung dieser Thesen veränderte sich das Antlitz Europas grundlegend. So ist es kein Wunder, dass in zahlreichen deutschen Städten und Gemeinden in vielen Veranstaltungen der Reformation gedacht wird. Auch an den Universitäten werden unzählige Konferenzen, Kolloquien und Seminare organisiert, um sich mit diesem einschneidenden Ereignis auseinanderzusetzen. Mit anderen Worten: Das Jahr 2017 steht in Deutschland und in aller Welt ganz im Zeichen der Reformation.

Die zweitägige Konferenz zum Thema Europa und die Reformation: Geschichte, Gesellschaft und Politik versammelt Forscherinnen und Forscher aus sechs Ländern (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Luxemburg und Schweiz), die ihre jüngsten Forschungsergebnisse präsentieren und diskutieren. Außerdem hält am ersten Konferenztag Danielle Cohen-Levinas einen Abendvortrag zum Thema „Luther und das Judentum“, den sie im Anschluss mit Guy Kirsch und Robert Legros diskutieren wird. Des Weiteren wird die Konferenz durch die Ausstellung „Here I stand. Martin Luther, die Reformation und die Folgen“ begleitet.

Wenn wir in diesen Tagen auf die Reformation blicken, so schauen wir damit zugleich auf eine der Quellen, aus der sich Europa im Hinblick auf seine Werte speist. Dies bietet die Gelegenheit zu fragen, wo dieses Europa heute steht, welche Werte für uns heute noch gelten – und welche nicht. Das Ziel unserer Konferenz ist es daher, dieses mehrdimensionale Ereignis, das unter dem Begriff Reformation zusammengefasst wird, neu zu durchdenken. Dabei geht es darum, die tiefgehende Transformation zu verstehen, deren Erben wir sind. Dafür müssen wir unsere gegenwärtige soziale und politische Kultur in ein Verhältnis setzen zu diesem historischen Ereignis, um durch diesen Blick neue Wege für die Zukunft zu eröffnen.

Danielle Cohen-Levinas, geboren 1959 in Paris, ist eine französische Philosophin und Musikwissenschaftlerin. Seit 1998 ist sie Professorin für Philosophie und Ästhetik der Musik an der Université Paris-Sorbonne (Paris-IV), wo sie das Collège des études juives et de la philosophie contemporaine begründet hat. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören neben dem deutschen Idealismus und der Oper des 20. Jahrhunderts auch die französische Post-Phänomenologie und die jüdische Philosophie.

Guy Kirsch, geboren 1938 in Luxemburg, ist Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler. Nach einem Studium an den Universitäten Bonn und Köln war Kirsch ab 1962 als Diplomvolkswirt an der Universität Bonn tätig, bevor er 1966 an der Universität Köln promoviert wurde. Nach einem Aufenthalt in Paris habilitierte er sich 1971 in Köln und wurde 1972 ordentlicher Professor für Neue Politische Ökonomie an der Universität Freiburg/Schweiz. Kirsch ist Mitglied des Kuratoriums der Schader-Stiftung.

Robert Legros, Prof. em., geboren 1945 in Namur, lehrte Philosophie u.a. an der Université Libre de Bruxelles (1981 – 2011), an der Université de Caen (1993 – 2011) und an Sciences Po in Paris (2006 ­– 2009). Er hat zahlreiche Schriften veröffentlicht, u.a. „Hegel. La vie de l’esprit“ (Hermann, 2016).

Konferenz und Abendvortrag werden organisiert vom Institut Pierre Werner und der Universität Luxemburg (Wissenschaftlicher Leiter der Konferenz: Prof. Dr. Lukas Sosoe)

Die Ausstellung des Deutschen Auswärtigen Amtes wird organisiert von der Deutschen Botschaft in Luxemburg

Mit Unterstützung von neimënster

français - kontakt - impressum