13.04.2010 um 09:15 Uhr
Abtei Neumünster, saal A22, 28 rue Münster 2160 Luxemburg

Die Wahrnehmung des Anderen in den europäischen Einwanderungsländern

Im Rahmen von Ansichtssache - Migranten in Europa
Die Wahrnehmung des Anderen in den europäischen Einwanderungsländern

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Die Wahrnehmung des Anderen in den europäischen Einwanderungsländern

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Dienstag, 13.04.2010
09:15 Uhr

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Abtei Neumünster, saal A22

In Deutsch und Französisch mit Simultanübersetzung | Eintritt frei

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Diejenigen, die sich intensiver mit der Problematik beschäftigen wollen, sind zu diesem Studientag eingeladen.
Unter dem Thema „Die Wahrnehmung des Anderen in den europäischen Einwanderungsländern“ stellen Experten für Migrationsprozesse die aktuelle Forschungslage vor sowie ihre Überlegungen, wie das Thema Migration stärker in den Blickpunkt der öffentlichen Diskussion gelangen könnte.

Michel Pauly, 1952 in Luxemburg geboren, ist seit 2006 Professor für transnationale Luxemburger Geschichte an der Universität Luxemburg. Zuvor war er ab 2002 als Assistenzprofessor am Centre Universitaire de Luxembourg tätig, das ein Jahr später in der Université du Luxembourg aufging. Michel Pauly studierte neben Geschichte unter anderem auch Romanistik und Politikwissenschaft am Centre Universitaire de Luxembourg und an der Universität Tübingen. Zur Geschichte der Migration hat er in besondere « Proto-industrialisation et immigration au Luxembourg », in L’immigration au Luxembourg, et après?, Serge Allegrezza, Mario Hirsch und Norbert von Kunitzki, Luxembourg 2007, p. 47-59 veröffentlicht. Seit 1972 ist Michel Pauly außerdem ständiger Mitarbeiter bei der luxemburgischen Zeitschrift „Forum für Politik, Gesellschaft und Kultur“.

Claudia Hartmann-Hirsch ist Soziolinguistin. Sie hat in Frankreich und Deutschland studiert. An der Freien Universität Berlin war sie zunächst als Forschungsassistentin tätig. Anschließend war sie Europakoordinatorin beim zweiten Armutsprogramm der Europäischen Kommission sowie Mitglied des „Observatoire des luttes contre l’exclusion sociale“. Sie hat zahlreiche Berichte und Studien zu Fragen des Arbeitsmarktes, der Berufsausbildung, der Gesundheitspolitik und vielen weiteren Themen verfasst. Seit 2002 ist sie als Wissenschaftlerin bei CEPS/INSTEAD (Centre d’Etudes de Populations, de Pauvreté et de Politiques Socio-Economiques) tätig. Ihre Spezialgebiete sind Fragen der Migration, insbesondere in Zusammenhang mit der Sozialversicherung, Diskriminierung und Rassismus sowie Fremdenfeindlichkeit. Unter anderen Publikationen: « Les étrangers et le marché de l’emploi : politiques migratoires et immigrations », Cahiers PSELL, mai 2007.

Fabienne Lentz, 1978 in Esch/Alzette geboren, ist Doktorandin in der Forschungseinheit „Identités. Politiques, Société, Espaces“ (IPSE) an der Universität Luxemburg. Ihr Masterstudium in Neuester Europäischer Geschichte an der Universität Luxemburg hat sie 2007 mit einer Arbeit über den Streit zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und dem Europäischen Parlament über dessen Sitz Ende der 1970er Jahre abgeschlossen. Derzeit untersucht sie die Zusammenhänge zwischen der Europäischen Integration und den nationalen Identitäten der Mitgliedsstaaten sowie die Symbolik der Europäischen Institutionen.

Piero Galloro, 1964 geboren, ist Historiker und Soziologe an der Universität Paul Verlaine Metz. In der Forschungseinheit „Identität, Erinnerung, Migration“ untersucht er die Geschichte und die Erinnerung der Einwanderung in Lothringen und die Identifikation junger Migranten der zweiten und dritten Generation. Seit 2007 hat er drei internationale Tagungen zum Thema Migration mitorganisiert, die unter anderem in Metz, Trier und Dudelange stattfanden. Unter anderen Publikationen: De la discrimination dite „ethnique et raciale“. Discours, actes et politiques publiques entre incantations et humiliations, avec Ferry V. (dir.), L’Harmattan, coll. Forum IRTS-Lorraine, Paris, 2009 et « La “trace” des Italiens établis en Lorraine : de l’exclusion à la légitimation » in Boggiani (Jos) et alii, Traces de mémoire, mémoire des traces – Parcours et souvenirs de la présence italienne au Luxembourg et dans la Grande Région, Presses Universitaires du Luxembourg, 2007.

Gérard Noiriel, 1950 in Nancy geboren, ist Historiker und seit 1994 Professor an der École des hautes études en sciences sociales (EHESS) in Paris. Er forscht in sozialgeschichtlicher Perspektive zu den Themen Nationalstaatlichkeit und Immigration. Zudem untersucht er das Verhältnis zwischen den Sozialwissenschaften und dem Kulturbetrieb, insbesondere am Beispiel der darstellenden Künste. Zu seinen wichtigsten Publikationen zum Thema Migration gehört das erstmals 1988 erschienene Buch „Le Creuset français. Histoire de l’immigration, 19ème – 20ème siècles“, Paris, Seuil, 1992 (1988) das als erster umfangreicher Beitrag zur Geschichte der Einwanderung in Frankreich gilt, und seit 2006 in einer überarbeiteten Fassung vorliegt. Kürzlich erschien: Histoire, théâtre et politique, Le Théâtre au service d’une cause, Agone, Contre-feux, 2009.

Antoinette Reuter ist Historikerin für Neue und Neuste Geschichte an der Université de Lyon. Sie ist Mitbegründerin des « Centre de Documentation sur les Migrations Humaines » (1993). Das CDMH in Dudelange arbeitet im Bereich der historischen Migrationsforschung in Luxemburg und der Großregion.
Antoinette Reuter und Jean-Philippe Ruiz (CLAE) sind Kommissare der im Rahmen « Luxemburg – Grossregion, europäische Kulturhauptstadt » (2007) veranstalteten Ausstellung « Retour de Babel » in Dudelange.

Jan Werquet, 1972 in Trier geboren, studierte Kunstgeschichte, Geschichte und Klassische Archäologie an der Universität Trier und der Freien Universität Berlin. Nach seiner Promotion über die Baupolitik Friedrich Wilhelms IV. im Rheinland absolvierte er ein Forschungsstipendium am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. Derzeit ist er als Kurator am Deutschen Historischen Museum Berlin tätig, wo er die Ausstellung „Fremde? Bilder von den ‚Anderen‘ in Deutschland und Frankreich seit 1871“ (16. Oktober 2009 bis 21. Februar 2010) mitbetreute. Das Ausstellungsprojekt wurde in Zusammenarbeit mit der Cité nationale de l’histoire de l’immigration in Paris initiiert. Dort war die Ausstellung zuvor unter dem Titel „A chacun ses étrangers? France-Allemagne de 1871 à aujourd’hui“ zu sehen.

Geb. 1967, studierte Geschichte, Betriebswirtschaftslehre und Demographie an der Universität Freiburg und an der University of Michigan, Ann Arbor. Von 1995 bis 2004 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Humboldt-Universität zu Berlin im Bereich Sozialwissenschaften. In den Jahren 2004 bis 2007 war er European Associate Director der europäisch-amerikanischen Organisation Humanity in Action, Inc. Im Jahr 2001 gehörte er zu den Gründern des Netzwerks Migration in Europa e.V., in dessen Vorstand er seitdem Mitglied ist.
Das interdisziplinäre Netzwerk fördert den Austausch unter Experten, den Meinungsaustausch/Meinungsvermittlung von Studenten, Schülern sowie Institutionen, die in verschiedenen Bereichen aktiv sind. Das Forum nimmt besonders Probleme wie (gezwungene) Migration, Menschenrechte, Minderheiten, etc. in den Focus.
Ohligers Arbeitsgebiete (Forschung, Beratung, Informationsvermittlung) umfassen, internationale und historische Migration, interethnische Beziehungen sowie historisch-politische Bildung. Jüngere Publikationen umfassen: European Encounters: Migrants, Migration and European Societies since 1945. Aldershot: Ashgate, 2003 (hg. mit Karen Schönwälder und Triadafilos Triadafilopoulos) und Cross Over Geschichte: Historisches Bewusstsein Jugendlicher in der Einwanderungsgesellschaft. Hamburg: edition Körber, 2009 (zusammen mit Viola Georgi).

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Organisiert vom IPW in Zusammenarbeit mit dem Centre de Documentation sur les Migrations Humaines und mit der Unterstützung des CCRN

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