25.11.2013 um 18:30
Abtei Neumünster, Saal E. Dune, 28 rue Münster Luxemburg-Grund

Die kulturelle Wirkungskraft von Colpach – Konferenz mit Catherine Gravet und Gaby Sonnabend

Konferenz mit Catherine Gravet und Gaby Sonnabend
Die kulturelle Wirkungskraft von Colpach – Konferenz mit Catherine Gravet und Gaby Sonnabend

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Die kulturelle Wirkungskraft von Colpach

Vorträge mit Catherine Gravet und Gaby Sonnabend.

Montag, 25. November 2013
18:30 Uhr

Abtei Neumünster, Saal E. Dune

In französischer und deutscher Sprache
Eintritt frei

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In dem luxemburgischen Städtchen Colpach, nahe der belgischen Grenze, befand sich einst das Haus von Emile und Aline Mayrisch. Sie machten ihre Residenz zum Zentrum für europäische Begegnungen und durch sie wurde Colpach zu einem Symbol der Annäherungen zwischen  verschiedenen europäischen Bürgern vor allem aber zwischen den damals noch verfeindeten Deutschen und Franzosen. Im Rahmen der Reihe “Die Tradition von Colpach” widmet sich das Institut Pierre Werner gemeinsam mit dem “Cercle d’Amis de Colpach” an einem Abend der bewegten Geschichte des Schlosses von Colpach sowie der kulturellen Wirkungskraft des Ortes.

 

„Les Mayrisch et la Belgique“ – Vortrag von Catherine Gravet
 

Catherine Gravet studierte Romanistik an der Universität Brüssel und absolviert ihre Diplomprüfung über Alexis Curvers und seine literarischen Beziehungen im Jahre 2006 an der Universität von Metz unter der Leitung von Pierre Halen. Während der letzten Jahre lehrte sie Französisch sowie belgische Literatur im Ausland (Marokko, Spanien, Italien und Ungarn). Bis heute gibt sie Kurse in Französisch, Enzyklopädie der Übersetzung und belgischer sowie frankophoner Literatur.

Zu ihren Publikationen gehören unter anderem: „Alexis Curvers. Journal Intime. Edition, notes et commentaire“ (Metz, Université Paul Verlaine-Metz, Centre de recherche Écritures, coll. Recherches en littérature, 3, 2010) und „Marie Delcourt-Curvers et Aline Mayrisch de Saint-Hubert. Correspondance. Edition de Catherine Gravet et Cornel Meder. Préface et notes de Catherine Gravet“ (Luxembourg, Publications nationales, 2008).

 

„Pierre Viénot, die Familie Mayrisch und Luxemburg“ –  Vortrag von Gaby Sonnabend
 

 
Die 1971 in Deutschland geborene Historikerin Gaby Sonnabend ist Konservatorin im Museum für Geschichte der Stadt Luxemburg. Sie studierte Geschichte in Bonn und Paris, wo sie ihre Doktorarbeit über den französischen Widerstandskämpfer und Diplomaten Pierre Viénot, Stiefsohn von Emile Mayrisch, verfasst hat. (Pierre Viénot (1897-1944): Ein Intellektueller in der Politik, Oldenbourg-Verlag, 2005). Diese Arbeit weckt ihr Interesse für Luxemburg. Es folgen Arbeitsverträge mit Museen und Stiftungen, unter anderen mit dem Museum für Kommunikation in Frankfurt und dem Mémorial de Caen.

Bevor Gaby Sonnabend ihre Stelle in Luxemburg antrat arbeitete sie im Musée de la Résistance et de la Déportation in Besançon. Derzeit arbeitet sie an einer Ausstellung zum 100. Geburtstag des Roten-Kreuzes Luxemburg und an der für 2016 geplanten Neugestaltung des Museums für Geschichte der Stadt Luxemburg.

 

Pierre Viénot

Pierre Viénot, französischer Widerstandskämpfer und Diplomat, wurde 1897 in Clermont-de-l’Oise geboren. Er ist einer der zentralen Gestalten der deutsch-französischen Beziehungen in den zwanziger Jahren. Nach seiner Teilnahme am ersten Weltkrieg wird er Mitarbeiter im Zivilkabinett des französischen Generalresidenten in Marokko, General Hubert Lyautey. Zusammen mit dem Luxemburger Stahlindustriellen Emile Mayrisch gründet er 1926 das Deutsch-Französische Studienkomitee, auch „Mayrisch-Komitee“ genannt, als dessen Repräsentant er bis 1929 in Berlin fungiert. Durch die Zusammenarbeit mit Emile Mayrisch lernt Pierre Viénot dessen Tochter, Andrée Mayrisch, kennen und heiratet sie 1929. Während seiner Zeit in Deutschland verfasst er sein erstes Buch „Incertitudes allemandes“ („Ungewisses Deutschland“ Zur Krise seiner bürgerlichen Kultur“, Societäts-Verlag, 1931). Seit 1932 Abgeordneter einer „briandistischen“ Partei, ernennt Léon Blum ihn zum Unterstaatssekretär im Außenministerium in seiner ersten Volksfrontregierung 1936/37. Als Gegner des Vichy Regimes geht Viénot 1942 in den Widerstand und wird 1943 Mitarbeiter de Gaulles und Botschafter der France Libre in London. Pierre Viénot stirbt 1944 an einem Herzinfarkt.

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Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit dem Cercle des amis de Colpach und mit freundlicher Unterstützung des Centre Culturel de Rencontre Neumünster

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