25.04.2013 um 18:00 Uhr
Europäische Kommission , Jean Monnet Gebäude , Rue Alcide de Gasperi , Luxembourg – Kirchberg

Wirtschaftspolitische Steuerung und demokratische Legitimität – Diskussion

Im Rahmen des 5. "Congrès du réseau des associations francophones de sciences politiques": Politische Systeme und ihre Transformation im 21. Jahrhundert
Wirtschaftspolitische Steuerung und demokratische Legitimität – Diskussion

 

 

Wirtschaftspolitische Steuerung und demokratische Legitimität

Diskussion

25. April 2013
18:00 Uhr

 

Eröffnung des „Congrès du réseau des Associations francophones de science politique“

 

 

 

Diskussion

Heutzutage werden die Entscheidungen zur wirtschaftlichen Rettung der Staaten zunehmend von Experten getroffen, nach denen sich die Politiker zu richten haben. So scheinen die gewählten Repräsentanten aufgrund der gravierenden Wirtschaftskrise, in der sich die europäischen Staaten befinden, ihrer Entscheidungslegitimität beraubt. Mit einer Autorität der Unfehlbarkeit verdrängen oder widerlegen gar die Experten der Wirtschaftswissenschaften immer mehr die demokratischen Entscheidungen und den durch Wahlen zum Ausdruck gebrachten Bürgerwillen. Ohne die zuständige Verantwortung, aber mit großer Selbstüberzeugung übernehmen sie so die Zügel der Macht, während die Volksvertreter darauf reduziert werden, den Schein der demokratischen Legitimation zu wahren. Da sich die Bürger aufgrund dieser Entwicklung in ihrer politischen Mitgestaltung eingeschränkt fühlen, hat der Populismus leichtes Spiel.

Im Rahmen des 5. “Congrès du réseau des associations francophones de sciences politiques”, organisiert von der Universität Luxemburg, diskutieren französische, kanadische und belgische Professoren für Politikwissenschaften über diese Themen und die daraus resultierende brisante Frage:

Ist die Demokratie in Europa durch die Krise, den Einfluss der Experten, den mangelnden Ehrgeiz der Volksvertreter und die allgemeine Verärgerung der Bevölkerung in Gefahr?

 

Moderation

David Howarth, Professor für Politische Ökonomie an der Université du Luxembourg.

Teilnehmer 

George Ross, außerordentlicher Professor für Politikwissenschaften an der Université de Montréal. 

Yves Sintomer, Professor für Politikwissenschaften an der Universität Paris-VIII.

 

 

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Organisiert vom Institut Pierre Werner und der Universität Luxemburg

 

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