18.10.2012 um 18:30 Uhr
Cinémathèque der Stadt Luxemburg, 17 place du Théâtre, Luxemburg

Verboten! Der Fall der Kaninchenfilme – Denk bloß nicht, ich heule (Frank Vogel – DDR 1965)

Verboten! Der Fall der Kaninchenfilme – Denk bloß nicht, ich heule (Frank Vogel – DDR 1965)

Denk bloss nicht, ich heule

von Frank Vogel, DDR 1965, s/w, OmU, 91 Min.
mit Peter Reusse, Anne-Kathrein Kretzschmar, Jutta Hoffmann

18. Oktober 2012   –  18:30 Uhr

Cinémathèque der Stadt Luxemburg

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Ein verunsicherter und rebellischer 18-jähriger Oberschüler, der von der Schule gewiesen wurde, sucht nach dem Tod seines Vaters nach Orientierung und Fixpunkten in seinem Leben. Seine rigorose Haltung und seine trotzige Kompromisslosigkeit drängen ihn an den Rand der sozialen Gemeinschaft; auch als er schließlich bereit ist, sein Abitur nachzumachen, führt dies zu Unverständnis und Vorurteilen.

„Ein formal außergewöhnlich dichter, hervorragend gespielter Film, der ebenso kritisch wie ambitioniert zur Diskussion über die Bedeutung des einzelnen in einer sozialistischen Gesellschaft herausfordert. Seine Argumente zur Überwindung eines menschlichen Niemandslandes sind ungebrochen aktuell und fernab ideologischer Färbung: es geht um Respekt, Toleranz und die Notwendigkeit, einander zuzuhören und miteinander zu reden. Der Film wurde nach dem 11. Plenum des ZK der SED im Dezember 1956 verboten.“  (Lexikon des Internationalen Films)

„‚Denk bloß nicht, ich heule‘, auf dem 11. Plenum zweite Hauptzielscheibe der ZK-Attacken, kritisierte die Erziehung der Jugend zur Heuchelei. Weil er sich dagegen wehrt, wird der Held von der Schule relegiert. In der Verständnislosigkeit seiner Umwelt äußerte sich auch ein Generationenkonflikt, den die Altherrenriege der Parteiführung bis zuletzt nicht wahrhaben wollte. Damals gewiß ein weiterer Grund zum Verbot.“ (Der Spiegel)

 

 

 

Film in Originalfassung mit französischen Untertiteln

Eintritt: 3,70 €

Vorverkauf: http://www.luxembourg-ticket.lu  +352 47 08 95 1

Veranstaltungsort: Cinémathèque der Stadt Luxemburg

Komplettes Programm: hier klicken

Organisiert vom Institut Pierre Werner, der Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Luxemburg und der CInémathèque der Stadt Luxemburg

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