31.01.2019 um 18:00 Uhr
MUDAM, 3, Park Dräi Eechelen, Luxembourg-Kirchberg

Der Gegenwart gegenüber – Impulsvorträge, Diskussionen, Livesets

Der Gegenwart gegenüber – Impulsvorträge, Diskussionen, Livesets

Der Gegenwart gegenüber

Den Herausforderungen von heute begegnen

Impulsvorträge, Diskussionen, Livesets, Lesungen

Mit u.a. Florence Aubenas, Alexis Nouss, Armin Petras, Leyla Rabih, Camille de Toledo, Najem Wali

Donnerstag, 31. Januar 2019
18h00-23:59

MUDAM

Sprachen: DE/FR/LU

Eintritt frei

 

Im Rahmen der Nacht der Ideen 2019

 

Wie können wir individuell und kollektiv der Gegenwart gegenüberstehen? Was bedeutet es, angesichts der Krisen und des großen Handlungsbedarfs unserer Zeit sich zu engagieren? Welche Formen hat Engagement in Luxemburg und der Großregion? Wer sind die Personen, die sich engagieren, und warum entscheiden sie sich dafür? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, sind alle eingeladen, einer Reihe von international renommierten Persönlichkeiten zu folgen und selbst auch aktiv an Rundtischen zu verschiedenen Themen teilzunehmen, an denen über zwanzig Referenten von ihren eigenen Erfahrungen aus ihrem Engagement für die ihnen jeweils am Herzen liegende Sache berichten werden. Die Nacht endet mit Lesungen, einer „Silent Disco‟ und einem „Come Together‟ im Café.

 

Programm der Nacht der Ideen 2019

19h00
Grußwort der Partner
Von Suzanne Cotter, Direktorin des Mudam

19h15
Einführungsvortrag
Parler au-delà de nous 

Camille de Toledo (Schriftsteller und Gründer der kuratorischen Plattform Mittel-Europa)
Einführung von Valérie Deshoulières, Direktorin des deutsch-französischen Kulturzentrums/Institut français Saarbrücken

20H15 & 21H00
Offene Gesprächsrunden: Jeder kann teilnehmen! Zwei Durchgänge mit 14 offenen Gesprächsrunden à 45 Minuten
Unter anderem mit folgenden Ehrengästen: Florence Aubenas, Alexis Nouss, Armin Petras, Leyla-Claire Rabih
Außerdem zu Gast: Eryn Aleksandrova, Pierre Baillieux, Franz Bittner, Frédérique Buck, Guy Cambianca, Mylène Carrière, Julie Conrad, Fabienne Dimmer, Marianne Donven, Marc Elvinger, Luciano Fratini, Matthieu Gatipon-Bachette, Eugen Georg, Marion Guth, Lynn Harles, Sophie Langevin, Tom Nisse, Karine Paris, Pitt Pirrotte, Claudie Reyland, Marc Scheer, Norry Schneider, Chloé Hélène Schneider, Lucie Wahl, … (Änderungen vorbehalten)

21h45-22h30
Abschlussvortrag (DE)

Von Najem Wali (irakischer Schriftsteller und unabhängiger Journalist)
Einführung von Diane Krüger (stellvertretende Leiterin des Institut Pierre Werner und Repräsentantin des Goethe-Instituts)

Kulturprogramm

20H00-23H00 (alle 30 Minuten)
Lesungen – Welche Erinnerung, welche Zukunft?
Mit Armin Petras und Leyla-Claire Rabih, die eigene Texten lesen werden

Lesungen von Zeitungsartikeln, Manifesten oder Essays der teilnehmenden SchriftstellerInnen und Dramatiker wie Camille de Tolédo, Najem Wali und Florence Aubenas. Die Lesungen nehmen den Begriff des Engagements und die unterschiedlichen Formen, die Engagement haben kann, in den Blick.

20h00-22h30
Workshop – Public jam playground: Stell dich der Technologie!

20h00-23h00
Silent disco
By Les Brunettes

23h00-00h00
Mudam Café
Live Set

By Herrmutt Lobby – PlayGround

Die Ausstellungsbereiche des Museums sind ausnahmsweise bis 22h00 geöffnet. Für das leibliche Wohl sorgen das MUDAM Café und diverse Foodtrucks

 

Ehrengäste

Najem Wali, 1956 im irakischen Basra geboren, wurde als anders Denkender inhaftiert und gefoltert. Er flüchtete 1980 nach Ausbruch des Iran-Irak-Kriegs nach Deutschland. In Hamburg studierte er Germanistik, in Madrid spanische Literatur. Er war lange Zeit Kulturkorrespondent der bedeutendsten arabischen Tageszeitung Al-Hayat und schreibt u.a. für die „Süddeutsche Zeitung‟, die „Neue Zürcher Zeitung‟, die „TAZ‟ und den „Spiegel‟. Heute lebt Wali als freier Autor und Journalist in Bagdad und Berlin. 2014 erhielt er für „Bagdad Marlboro‟ den Bruno-Kreisky-Preis. Bei Hanser erschien zuletzt „Saras Sünde‟ (2018), bei Suhrkamp „Abraham trifft Ibrahîm – Streifzüge durch Bibel und Koran‟ (2018 zusammen mit Sybille Lewitscharoff). Zurzeit lehrt er deutsche Literatur an der Salahaddin Universität in Erbil.

Leyla Rabih ist eine französische Theaterregisseurin und Direktorin des Theaters Grenier Neuf in Dijon. Sie arbeitet seit 2002 abwechselnd in Deutschland und in Frankreich, wobei ihr Hauptaugenmerk der zeitgenössischen Dramatik gilt. Seit 2011 veröffentlicht sie im Verlag Theater der Zeit zusammen mit dem Übersetzer Frank Weigand jährlich die Reihe „Scène‟, die jeweils fünf zeitgenössische französische Stücke in deutscher Sprache beinhaltet. Sie inszenierte u.a. zwei Texte von Fritz Kater: „zeit zu lieben zeit zu sterben‟ 2005 am Staatstheater Cottbus und „Vineta‟ 2006 am Théâtre Dijon Bourgogne. Seit vier Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Syrien und der Übersetzungsproblematik. Ihr Hörspiel „Mein fremdes Land‟, geschrieben zusammen mit Mohammed Al Attar, war 2018 für den Deutschen Hörspielpreis der ARD nominiert.

Camille de Toledo geb. 1976, hat u.a. in Paris, London und New York studiert. 2004 war er Stipendiat der Villa Médicis. De Toledo ist ein literarischer Autor und Journalist an der Genregrenze zum politischen Essay. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Goodbye Tristesse. Bekenntnisse eines unbequemen Zeitgenossen‟, „Die Buche und die Birke. Essay über die europäische Traurigkeit‟ (2009) und Vies pøtentielles (2011). Seinen Stil beschreibt er als „fiktionale Archäologie“, die er nicht selten, wie im Projekt Mittel-Europa, im Austausch mit Wissenschaftlern oder durch Verbindung der Künste betreibt. Er gründete die „Société européenne des auteurs“, um eine Kultur über alle sprachlichen Grenzen hinweg zu fördern.

Florence Aubenas ist eine französische Journalistin und Kriegsberichterstatterin. Zwischen 1986 und 2006 arbeitete sie als Reporterin für die Zeitung „Libération‟. In Ihrer langjährigen Karriere berichtete sie aus einer Vielzahl sozialer Brennpunkte und Kriegsgebiete, darunter die Konflikte in Ruanda, in Afghanistan und im Irak. Das Leben an der Schwelle des Todes gehört zum Alltag der Journalistin, die 2005 mehrere Monate im Irak in Geiselhaft verbringt. 2009 mischt sie sich unter Arbeitssuchende im französischen Caen, die in ärmsten Verhältnissen leben. Aus dieser Erfahrung entsteht das Buch „Le Quai de Ouistreham‟. Seit 2012 schreibt sie für „Le Monde‟, gegenwärtig berichtet sie aus dem Brandherd Syrien.

 

Armin Petras, „Rockstar des neuen deutschen Theaters“ (Stuttgarter Zeitung), war Intendant des Maxim-Gorki-Theater und des Schauspiel Stuttgart. Als Dramatiker (alias Fritz Kater) erhielt er zahlreiche Auszeichnungen wie den „Mülheimer Dramatikerpreis‟ (2003), den „Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreis‟ (2008) und war „Dramatiker des Jahres‟ (2003). Petras arbeitet seit dieser Spielzeit als Hausregisseur am Theater Bremen und als freier Regisseur am Deutschen Theater Berlin, am Düsseldorfer Schauspielhaus und nun auch am TNL.

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit: Goethe-Institut, Institut français du Luxembourg,  Institut français de Saarbrücken, MUDAM

Mit Unterstützung des Deutsch-Französischen Kulturfonds


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