12.05.2015 um 19:00 Uhr
Institut Pierre Werner (Abtei Neumünster), Saal J. Ensch, 28 rue Münster, Luxemburg-Grund

David Foenkinos – Lesung und Gespräch

David Foenkinos – Lesung und Gespräch

David Foenkinos

Lesung aus „Charlotte“ und Gespräch

Dienstag, 12. Mai 2015
19:00 Uhr

Abtei Neumünster
Saal J. Ensch

Eintritt: 10 € | 5 €
Tickets: www.neimenster.lu  | + 352 26 20 52 444

In französischer Sprache

 

Vom tragischen Schicksal Charlotte Salomons ergriffen, zeichnet David Foenkinos in seinem neuen Roman das tragische Los der jungen jüdischen Künstlerin nach, die 1943 verhaftet und kurz darauf in Auschwitz ermordet wurde.

Der Schriftsteller huldigt mit seinem Werk einer außergewöhnlichen Frau. Nach einer von familiären Schicksalsschlägen geprägten Kindheit wird Charlotte im Nationalsozialismus zunehmend aus allen Bereichen der deutschen Gesellschaft ausgeschlossen. Ihrer leidenschaftlichen Liebe wird durch die Flucht nach Frankreich ein rasches Ende gesetzt. Im Exil beginnt Salomon die Arbeit an ihrem autobiografischen Werk, einem Bildzyklus von mehreren hundert Gouache-Malereien.

Der Roman Charlotte, für den er mit dem Prix Renaudot 2014 ausgezeichnet wurde, ist jedoch mehr als ein Porträt. In Form eines narrativen Langgedichts entwickelt Foenkinos seine Geschichte auf gefühlvolle Art und Weise in freiem Vers und Reim. Am Ende jeder Zeile fällt ein Schlusspunkt, dem ein Umbruch in die nächste Zeile folgt. Nach jedem Schritt durch Charlotte Salomons tragisches Leben nimmt der Autor sich wieder Zeit, zu Atem zu kommen. Begleitet von einer unbeschreiblichen Spannung, folgt die Lektüre dieses Romans somit dem Rhythmus einer angespannten, doch kontrollierten Atmung.

In Anwesenheit des französischen Schriftstellers wird die junge Schauspielerin Laure Roldàn Auszüge aus dem Roman lesen, während die Gouache-Malereien von Charlotte Salomon projiziert werden. Im Anschluss an die Lesung wird sich der Literaturkritiker und Philologieprofessor Franck Colotte mit David Foenkinos austauschen.

 

[ Leseprobe (französisch) ]

 

 

Presse

Tageblatt (06.11.2014)

Auf Charlotte Salomons Weg gab es Männer und Frauen, die an sie glaubten und in deren Gefolge David Foenkinos, dessen Werk eine sehr schöne Hommage an sie ist.
Le Figaro

‚Charlotte‘ zeichnet das Leben eines jungen, verschlossenen Mädchens, einer Hochbegabten, einer Verliebten und einer umtriebenen Künstlerin nach.
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