08.11.2018 um 19:00 Uhr
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Joseph Breitbach & Jean Schlumberger: „Man hätte es von allen Dächern rufen sollen“ – Gespräch

Joseph Breitbach & Jean Schlumberger: „Man hätte es von allen Dächern rufen sollen“ – Gespräch

„Man hätte es von allen Dächern rufen sollen“

Briefwechsel zwischen Joseph Breitbach und Jean Schlumberger

Gespräch mit

Dr. Alexandra Gräfin von Plettenberg-Serban, Germaine Goetzinger & Wolfgang Mettmann

Donnerstag, 8. November 2018
19:00 Uhr

Abtei Neumünster

In französischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung

Eintritt 10 € | 5 € | 1,50 € (Kulturpass)

Tickets: www.neimenster.lu

 

Prozesse gegen die als Kriegsverbrecher angeklagten Deutschen, die Saarfrage, die geplante europäische Verteidigungsgemeinschaft und der Kalte Krieg bilden den politischen Hintergrund dieses intensiven Briefwechsels – ein einzigartiges Zeugnis einer deutsch-französischen Freundschaft an einem Scheideweg: 1940-1968. Ergänzt um Tagebucheinträge gewährt „Man hätte es von allen Dächern rufen sollen“ einen tiefen Einblick in die politischen Aktivitäten Joseph Breitbachs. Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges nutzte er seine und Jean Schlumbergers persönliche Kontakte zur französischen Regierung, um sich für deutsche Kriegsgefangene und die Aussöhnung einzusetzen. Dabei ging es ihm vor allem um die drängende Frage: Was kann und muss Frankreich unternehmen, um in dem geschlagenen Deutschland eine Demokratie zu etablieren, und damit einen verlässlichen Partner für ein geeintes Europa zu schaffen?

In Zusammenarbeit mit dem Cercle des Amis de Colpach veranstaltet das IPW ein Gespräch über den Briefwechsel zwischen Joseph Breitbach und Jean Schlumberger „Man hätte es von allen Dächern rufen sollen“ (Matthes & Seitz Verlag, 2018) zwischen beiden Herausgebern, Wolfgang Mettmann und Dr. Alexandra Gräfin von Plettenberg-Serban, sowie der Literaturhistorikerin Germaine Goetzinger.

 

Hier geht’s zu einem Artikel von Wolf Lepenies, veröffentlich im März 2018 in der Welt, über Joseph Breitbach und Jean Schlumberger.

 

Joseph Breitbach (* 20. September 1903 in Ehrenbreitstein; † 9. Mai 1980 in München) war ein deutsch-französischer Schriftsteller und Publizist, der sich seit seiner Übersiedlung nach Frankreich 1930 für eine Verbesserung der kulturellen und politischen deutsch-französischen Beziehungen einsetzte.

Jean Schlumberger (* 26. Mai 1877 in Gebweiler, Elsass; † 25. Oktober 1968 in Paris) war ein deutsch-französischer Journalist und Schriftsteller, Mitbegründer und -herausgeber der N.R.F. (Nouvelle Revue Française).

Wolfgang Mettmann hat von 1970 bis 1980 für Joseph Breitbach gearbeitet und verwaltet dessen literarischen Nachlass. Er ist, zusammen mit Alexandra von Plettenberg-Serban, Herausgeber der Joseph-Breitbach-Gesamtausgabe im Wallstein Verlag.

Dr. Alexandra Gräfin von Plettenberg-Serban, Studium der Geschichte und Germanistik in München. Von 1977 bis zu dessen Tod Freundschaft mit Joseph Breitbach und „ständiger Gast“ in seinem Haus. Ab 1985 dramaturgische Tätigkeit für deutsche Opernproduktionen in London, Genf und Wien. Lehrtätigkeit an der Columbia University New York. Freie Übersetzerin aus dem Französischen ins Englische und Deutsche. Zusammen mit Wolfgang Mettmann Herausgeberin der Joseph-Breitbach-Gesamtausgabe.

Germaine Goetzinger wurde in Düdelingen geboren. Bis 1995 hat sie unterrichtet, danach war die Literaturwissenschaftlerin bis 2012 Direktorin des Centre national de littérature (CNL) in Mersch. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Literatur des Vormärz, Frauenliteratur und luxemburgische Literatur. 2011 wurde sie für ihre Arbeit als Direktorin des CNL mit dem luxemburgischen Buchpreis ausgezeichnet.

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit dem Cercle des Amis de Colpach

mit der Unterstützung von neimënster

 

français - kontakt - impressum