16.09.2019 um 17:30 Uhr
Abtei Neumünster, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Begegnung mit Felix Klein

Begegnung mit Felix Klein

Begegnung mit Felix Klein

 Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus

im Gespräch mit Laurent Moyse
Dienstag, 21. Mai 2019
auf den 16. September 2019 verschoben

Abtei Neumünster

In deutscher Sprache

Eintritt frei

!!! Aus familiären Gründen wird die Begegnung mit Félix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, auf den 16. September 2019 verschoben !!!

Antisemitismus, aber auch Diskriminierungen insgesamt, nehmen zu und auch Luxemburg bleibt nicht davon verschont. „Luxemburg ist keine Insel“, wie es Bernard Gottlieb von der Arbeitsgruppe „Recherche et Information sur l’Antisémitisme au Luxembourg“ auf den Punkt bringt.

Hier finden sie 2 Beispiele:

http://www.tageblatt.lu/nachrichten/international/antisemitismus-bleibt-ein-problem-in-der-europaeischen-union-umfrage-beschaeftigt-sich-mit-wahrnehmung-der-eu-buerger/

https://www.rtl.lu/news/national/a/1244071.html

Umso wichtiger ist es, dass Luxemburg auch auf internationaler Ebene seine Verantwortung übernimmt. Das Land ist seit 2003 Mitglied der IHRA und hat seit Anfang März 2019 erstmals deren Vorsitz inne. Botschafter Georges Santer, Chef der luxemburger Delegation bei der IHRA, erklärt im Gespräch mit dem Journal die Ziele und Intentionen der International Holocaust Remembrance Alliance. Wachsende soziale Ungleichheiten und  die daraus resultierende Verunsicherung der Menschen können nicht nur die Entwicklung der Gesellschaft negativ beeinflussen, sondern auch die Unterdrückung von Minderheiten fördern. Daher sieht es die IHRA als ihre Aufgabe an, Konsequenzen und Auswirkungen von Hitlers Terrorregime aufzuzeigen, um die Erinnerung an den Holocaust aufrechtzuerhalten.

Hier können Sie das ganze Interview nachlesen.

In diesem Sinne fordert auch Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, ein konsequentes Vorgehen gegen den wachsenden Antisemitismus. Er sieht sich selbst als „Frühwarnsystem“, was er in einem Interview mit dem WDR 5 erklärt. Auch im folgendem Portrait macht er deutlich, wie wichtig es ist, über jüdische Kultur als integraler Bestandteil deutscher Kultur zu sprechen und dafür einzustehen.

Felix Klein ist ein auf Völkerrecht spezialisierter deutscher Jurist und Diplomat. Seit März 2014 war er als Sonderbeauftragter für Beziehungen zu jüdischen Organisationen und Antisemitismusfragen im Auswärtigen Amt tätig. Im April 2017 kamen Experten und Politiker zu dem Schluss, dass es der Bevölkerung an Einsicht für das Problem des Antisemitismus fehle. Als im Januar 2018 die Einführung der Position eines Antisemitismus-Beauftragten verabschiedet wurde, schlug der Zentralrat der Juden Felix Klein vor. Er hat das Amt seit 2018 im Bundesinnenministerium inne.

Der luxemburgische Journalist und Autor Laurent Moyse studierte Wirtschaftswissenschaften in Straßburg und Journalismus in Brüssel. Er begann zunächst beim Tageblatt und wechselte 1991 zum Luxemburger Wort. Im Jahre 2002 wurde er Chefredakteur der Tageszeitung La Voix du Luxembourg. Seit elf Jahren ist Moyse freischaffender Journalist. Weiterhin ist er Autor zahlreicher Essays, Vorträge und Radiosendungen zu Politik, Wirtschaft, Geschichte und Kultur in Luxemburg. Darüberhinaus ist er Gründungsmitglied des Comité Auschwitz (1991), seit 2015 Vorsitzender der Fondation Oppenheimer und Vize-Präsident des Comité pour la mémoire de la Deuxième Guerre mondiale.

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der IHRA (International Holocaust Remembrance Alliance) und der Deutschen Botschaft in Luxemburg

Mit Unterstützung von neimënster

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