23.10.2013 um 18:30 Uhr
Abtei Neumünster, Saal E. Dune, 28, rue Münster, Luxemburg-Grund

Andreï Makine – Lesung „Une femme aimée“ und Gespräch

Lesung und Gespräch mit Gaston Carré
Andreï Makine – Lesung „Une femme aimée“ und Gespräch

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Andreï Makine.

Gespräch mit Gaston Carré

und Lesung aus „Une femme aimée“ von François Baldassare

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Mittwoch, 23. Oktober 2013
18:30 Uhr.

 

Der Autor

Der 1957 in Sibirien geborene Andreï Makine studierte Philologie in Moskau und Twer. Im Alter von 30 Jahren beantragte er politisches Asyl in Frankreich und lebt seither in Paris. Die Wahl des Französischen als Schreibsprache und der autobiographische Roman „Ein französisches Testament“ (in Deutschland beim Verlag Hoffmann und Campe 1997 erschienen) brachten ihn im Jahr 1995 nicht nur großen Erfolg, sondern auch die wichtigen französischen Literaturpreise Goncourt und Médicis ein. In diesem Jahr, 2013, hat der Autor von „Russisches Requiem (Hoffmann und Campe 2001)“, „Musik eines Lebens (Hoffmann und Campe 2003)“ sowie „Le livre des brèves amours éternelles“ (Seuil 2011) seinen dreizehnten Roman publiziert.

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Une femme aimée

Andreï Makines dreizehnter Roman « Une femme aimée » erschien im Januar 2013 beim französischen Verlag Seuil. Der Autor unterbreitet darin ein verzwicktes Spiel in Form einer Collage aus verzerrten Bildern, welche das eindringliche Schicksal der Zarin Katharina der Großen und die zeitgenössische Geschichte des Oleg Erdmann widerspiegeln und miteinander verwebt.

Jener junge Drehbuchautor aus Leningrad ohne große Erfolgsaussichten lebt nur für die Realisierung eines Films über diese mystische als auch fantastische Figur der Geschichte Russlands. Vom Ende der Breschnewsche Stagnation bis hin zur Ära des zügellosen ökonomischen Liberalismus zu Zeiten Putins durchlebt sein Projekt verschiedene Stadien der Entwicklung, welche jedoch nie zu seiner Zufriedenheit verlaufen. Unerlässlich erträgt er die Scherereien und Risiken zur Verwirklichung seines Werkes sowohl unter dem totalitären Regime als auch im Zeitalter des arroganten und ungenierten Kapitalismus.

Die intellektuelle, historische und zweifelsohne auch sentimentale Leidenschaft Olegs für Katharina wird in die Geschichte einer Suche nach Liebe beziehungsweise vielmehr der verzerrten Suche nach einer fingierten Liebe verpackt.  Die Zarin Katharina wird zu einem Lichtblick im ansonsten durchschnittlichen Leben des Helden. Es gelingt ihm nicht, sich von seinem Projekt, welches für ihn einen Zufluchtsort sowohl von Traum als auch Realität bildet, loszureißen.

Leseprobe (in Französisch)

 

Im Anschluss an die Lesung wird sich Andreï Makine mit Gaston Carré, Journalist (Luxemburger Wort) und Autor, unterhalten.

Presseschau

Luxemburger Wort_22.10.2013

Luxemburger Wort_25.10.13

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Organisiert vom Institut Pierre Werner mit Unterstützung des Centre Culturel de Rencontre Neumünster

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