26.09.2012 um 18:30
Abtei Neumünster, 28, rue Münster Luxemburg-Grund

André Gide – Vorträge von Pierre Masson und Peter Schnyder

André Gide – Vorträge von Pierre Masson und Peter Schnyder

André Gide

 Vorträge

 In deutscher und französischer Sprache

26. 09. 2012

 

Anlässlich der Eröffnung der Ausstellung André Gide und die Seinen, bietet das Institut Pierre Werner zwei Vorträge an:

 

Freundschaft in Leben und Werken André Gides

von Pierre Masson (auf französisch)

und

 André Gide heute von Peter Schnyder  (auf deutsch)

 

Die Geschichte beginnt im Jahre 1899 im Wohnzimmer des Dichters Francis Vielé-Griffin, als der junge Autor von Paludes, André Gide, auf den Maler Théo van Rysselberghe und dessen Frau Maria trifft. Das ist der Beginn einer grossen und wunderbaren Freundschaft, die eine familieninterne Fortsetzung finden sollte, als André und Elisabeth van Rysselberghe, die Tochter Maria und Théos, sich entschliessen ein gemeinsames, aussereheliches Kind zu bekommen. Ihre Tochter Catherine wird am 18. April 1923 geboren. Die Identität des Vaters ist nur durch die Grossmutter Marie – die « kleine Dame » (« la petite dame ») – bekannt. Sie ist eine erstklassige Zeugin der Atmosphäre innerhalb der Familie und lag dem Autor von Nourritures terrestres sehr am Herzen (siehe die Cahiers de la petite dame). Die von Jean-Pierre Prévost konziperte und kommentierte und von Peter Schnyder und Pierre Masson wissenschaftlich betreute Ausstellung zeigt vielseitige Konturen dieser aussergewöhnlichen Familie auf. Da sind etwa die Lieblingsorte der Familien Gide und Rysselberghe (u.a. Schloss Colpach, Dudelange und die Messuguière in Cabris (Südfrankreich), die befreundeten Persönlichkeiten (u.a. die Familie Mayrisch – de Saint-Hubert, Viénot) und die ungezählten Reiseerinnerungen (u.a. im Grossherzogtum Luxemburg).

 

Pierre Masson, emeritierter Professor und Herausgeber des Bulletin des Amis d’André Gide, war Professor für französische Literatur an der Universität Nantes. Dort leitet er das Zentrum für Gide-Studien (Centre d’études gidiennes). Er schrieb u.a. Gide, voyages et écritures (Gide, Reisen und Schriften)(Presses Universitaires de Lyon, 1983) und Lire : Les Faux-Monnayeurs (Die Falschmünzer)(PUL, 1991). Er edierte in sorgfältigster Weise Werke Gides für die Editions de la Pléiade (Gallimard) : Essais critiques (Kritische Aufsätze)(1999), Souvenirs et Voyages (Erinnerungen und Reisen), zusammen mit Daniel Durosay und Martine Sagaert (2001). Er veröffentlichte die Briefwechsel von Gide mit Robert Levesque, Christian Beck, Malaquais, Mayrisch (mit Cornel Meder), Marc Allégret und Maurice Denis.

 

 

Peter Schnyder ist Professor für französische und europäische Literatur an der Universität Ober-Elsass (Université de Haute-Alsace), Direktor des Forschungsinstituts für europäische Sprachen und Literatur (Institut de recherches en langues et littératures européennes) und Verantwortlicher für die grenzüberschreitenden Beziehungen der Universität Ober-Elsass. Seine Forschungsbereiche liegen in der Literatur und Lyrik des 19. und 20. Jahrhunderts, sowie vergleichende Literaturwissenschaft.

 

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit dem Cercle des Amis de Colpach und mit der Unterstützung des Centre culturel de Rencontre de Neumünster

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit dem Cercle des Amis de Colpach und mit der Unterstützung des CCRN

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