05.12.2011 um 09:00

Schloss Sanem, Sanem (L)

60. Jahrestag der Unterzeichnung des EGKS-Vertrags

Organisiert vom CVCE in Zusammenarbeit mit dem IPW
60. Jahrestag der Unterzeichnung des EGKS-Vertrags

Am 18. April 1951 wurde der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) von Vertretern Belgiens, der Bundesrepublik Deutschland, Frankreichs, Italiens, Luxemburgs und der Niederlande in Paris unterzeichnet.
Durch die gemeinsame Bewirtschaftung der Schwerindustrien – damals Schlüsselsektoren der Wirtschaft und Grundlage für die Rüstungsindustrie – sollte jeglicher Konflikt zwischen den Staaten Westeuropas verhindert und eine dritte Macht im Kontext des entstehenden Kalten Krieges geschaffen werden.
Der Erfolg der EGKS übertraf schließlich bei Weitem einfache wirtschaftliche Aspekte; ihre eigentliche Errungenschaft war die deutsch-französische Aussöhnung nur fünf Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.
Die Bedeutung der EGKS beruhte zudem auf ihrem Einfluss auf die Gestaltung der gemeinschaftlichen Institutionen.

Anlässlich des 50. Jahrestages der Unterzeichnung des EGKS-Vertrags organisierten das CVCE (Centre Virtuel de la Connaissance sur l’Europe) und seine Partner (Zentrum für europäische Studien – Universität Trier, Asko Europa Stiftung, Europäisches Kulturinstitut Pierre Werner, CIDEM und Animafac) am 5. Dezember 2011 im Schloss Sanem (Luxemburg) ein Seminar mit Teilnehmern aus drei Staaten.
In Vorträgen wurden von Fachleute für europäische Fragen die Mechanismen und die Funktionsweise der Institutionen der Gemeinschaft dargestellt und dabei auf deren Ursprung und Gründung eingegangen, um so aufzuzeigen, inwiefern die Organe der EGKS als Vorbild für die aktuellen Organe der Europäischen Union dienten.

Das Seminar richtete sich an Studenten auf Master-Niveau (Zeitgeschichte, Politikwissenschaften, Europäisches Recht und allgemein alle Studenten, die sich mit Europastudien beschäftigen) aus Luxemburg, Frankreich und Deutschland.
Bericht

Commemorating the Treaty of Paris

What’s left of the ECSC’s institutions

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