vom 02.05.2018 bis zum 31.05.2018
Cinémathèque de la Ville de Luxembourg & Abbaye de Neumünster

50 Jahre 68 – Filme und Diskussion

50 Jahre 68 – Filme und Diskussion

50 Jahre 68

Vier Abende zum 50. Jahrestag

Filme und Diskussion

 

50 Jahre ist es her, dass Menschen rund um den Globus auf die Straße gingen, Hörsäle besetzten oder in Fabriken protestierten, um für eine andere Welt zu kämpfen. Es ging um Mit- und Selbstbestimmung, um Reformen und Revolutionen, um die Auseinandersetzung mit der Vätergeneration und ihrer Verbrechen; gekämpft wurde gegen den Vietnamkrieg und die etablierte Politik, für ein besseres und selbstbestimmtes Bildungssystem und ein freies und gerechtes Leben. Was den Protest in Deutschland und Frankreich verband und wo die Unterschiede lagen, warum es in Luxemburg zwischen 1967 und 1969 zunächst ruhig blieb und Protest erst 1971 in Diekirch einsetzte – das beleuchtet das IPW gemeinsam mit und in der Cinémathèque im Rahmen dreier Filmvorführungen (incl. Q&A) und in der Abtei Neumünster mit einer internationalen Podiumsdebatte.

 


Mittwoch, 2. Mai 2018 Ÿ
20:30
Cinémathèque de la Ville de Luxembourg Ÿ

In deutscher Sprache

Eintritt: 3,70 € / 2,40 €

www.luxembourg-ticket.lu

 

Der 68er Zyklus wird eröffnet mit Roman Brodmanns legendärem Film „Der Polizeistaatsbesuch“ aus dem Jahr 1967 (44 min.). Ursprünglich als Dokumentation über den Schah-Besuch im Jahr 1967 in der Bundesrepublik Deutschland geplant, entwickelt sich der Film als originelles Zeitdokument über die entstehende Protestbewegung in der Bundesrepublik. Im Anschluss zeigen wir Harun Farockis Film „Nicht löschbares Feuer“ aus dem Jahr 1969 (25 min.), den wahrscheinlich wichtigsten deutschen Agitprop-Film gegen den Vietnamkrieg. Die Zeithistorikerin Meike Vogel (Universität Bielefeld) wird in beide Filme einführen.

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque de la Ville de Luxembourg


Mittwoch, 16. Mai 2018 Ÿ
20:30
Cinémathèque de la Ville de Luxembourg Ÿ

In französischer Sprache

Eintritt: 3,70 € / 2,40 €

www.luxembourg-ticket.lu

 

Am zweiten Abend wird der Film „La mort se mérite“ in Anwesenheit des französischen Regisseurs Nicolas Drolc präsentiert. Es ist ein Dokumentarfilm über Serge Livrozet, eine der letzten Figuren der französischen Gegenkultur der 70er Jahre, ehemaliger Tresorknacker, Mitbegründer der Häftlingsinitiative, autodidaktischer Schriftsteller und libertärer Aktivist. Fabrice Montebello, Professor an der Universität Lothringen, wird in den Film einführen.

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque de la Ville de Luxembourg


 Mittwoch, 30. Mai 2018 Ÿ
19:00
Abtei Neumünster Ÿ

In französischer und deutscher Sprache mit Simultanübersetzung

Eintritt: 10 € / 5 € / 1,50 €

Tickets: www.neimënster.lu

 

„1968 und die Folgen“: Unter diesem Titel diskutieren die Zeithistorikerinnen Emmanuelle Loyer (Sciences Po Paris) und Ingrid Gilcher-Holtey (Universität Bielefeld) gemeinsam mit dem luxemburgischen Journalisten Romain Leick („Der Spiegel“) die Bedeutung der internationalen 68er Bewegungen in ihrer Zeit, betrachten aber auch deren Nachwirkungen.

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner

Mit der Unterstützung von neimënster


Donnerstag, 31. Mai 2018 Ÿ
20:30
Cinémathèque de la Ville de Luxembourg Ÿ

In französischer und luxemburgischer Sprache

Eintritt: 3,70 € / 2,40 €

www.luxembourg-ticket.lu

 

In Anwesenheit des luxemburgischen Regisseurs Ody Roos zeigen wir zum Abschluss der Reihe die Filme „Pano ne passera pas“ (78 min.) sowie „Les Bulles du cardinal“ (11 min.). Roos befand sich im Mai 68 in Paris, als die französischen Proteste ihren Höhepunkt erreichten und drehte dort ersteren Film. „Les Bulles du cardinal“ wurde anlässlich der Studenten­besetzung des Rektorats der Universität Sorbonne im Januar 1969 gedreht. Außerdem zeigen wir, in Anwesenheit des Regisseurs Paul Hammelmann, dessen Film „Mad Punter“ (19 min.) über die Proteste 1971 in Diekirch, Esch-sur-Alzette und Luxemburg-Stadt.

 

 

Organisiert vom Institut Pierre Werner in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque de la Ville de Luxembourg und dem CNA

 

Der gesamte Zyklus wird organisiert in Zusammenarbeit mit dem Tageblatt 

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